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Mi, 02.07.2008 13:50
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pte20080702028 Computer/Telekommunikation, Medien/Kommunikation

Spam-Experiment: Lawine rollt ungebremst

Wenig E-Mail-Müll in Deutschland, dafür aber lokalisiert
Spam: Die Lawine rollt ungebremst (Foto: fotodienst.at)
Spam: Die Lawine rollt ungebremst (Foto: fotodienst.at)

Santa Clara/München (pte028/02.07.2008/13:50) - McAfee hat die Auswertung des S.P.A.M.-Experimments (Spam Persistently All Month) http://www.mcafeespamexperiment.com veröffentlicht, in dessen Rahmen 50 User aus zehn Nationen ohne jeden Gedanken an den Schutz ihrer E-Mail-Adressen im Web unterwegs waren. Ziel des im April dieses Jahres durchgeführten Experiments war es festzustellen, wie viele Spam-Mails die Nutzer sich dadurch einfangen würden und was deren Auswirkungen sind. Die Spamflut war mit insgesamt über 100.000 Müll-Mails gewaltig und hat gezeigt, dass die kriminellen Hinterleute mit Psychotricks und immer ausgereifterem Spam arbeiten, um an persönliche Daten zu kommen. Insgesamt haben die fünf deutschen Teilnehmer zwar vergleichsweise wenige Spam-Nachrichten erhalten, dafür war der Anteil sprachlich lokalisierter Mails hier am höchsten.

Im Schnitt hat jeder Teilnehmer am Experiment rund 70 Spam-Mails pro Tag erhalten, was manchem spamgeplagten Nutzer nicht wirklich spektakulär erscheinen mag. "Bei dem Experiment wurden brandneue E-Mail-Adressen verwendet", betont jedoch Toralv Dirro, Sicherheitsexperte bei McAfee Deutschland, im Gespräch mit pressetext. Damit sei sichergestellt gewesen, dass die Adressen nicht vorab in den Listen von Spammern und Cyberkriminellen kursieren, sondern sämtlicher Spam wirklich in ursächlichem Zusammenhang mit den Internet-Aktivitäten der Probanden liegt. "Die Masse an Spam ist daher viel für den kurzen Experiment-Zeitraum", meint Dirro. Das sei ein klares Zeichen für den Handel mit Adresslisten in Spammer- und Cybercrime-Kreisen.

Die Masse der Spam-Nachrichten war Müll zu diversen Themen, wobei Finanzangebote an der Spitze lagen. Aber auch Spam zu Gesundheitsprodukten, Erwachsenenprodukten sowie betrügerische Mails aus Nigeria (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=071008004) rollen weiter. Den gefährlichsten Teil der Müll-Nachrichten bilden dabei diverse Phishing-Mails. Social-Engineering-E-Mails, die mit emotionalen Botschaften die Herausgabe persönlicher Daten erreichen wollen, seien seit fünf Jahren stark im kommen und das aktuelle Experiment habe wertvolle Einsichten in ihre Vielfalt geliefert, heißt es seitens McAfee. Zunehmend wird in wichtigen Sprachräumen auch auf sprachlich lokalisierte E-Mails gesetzt statt nur auf englischen Spam. In Deutschland war über jede achte Nachricht lokalisiert und auch in Frankreich lag der Anteil über zehn Prozent.

Die deutschen Teilnehmer am Experiment hatten insgesamt nur mit rund einem Zehntel der Spam-Masse zu kämpfen, die an US-Probanden ging und lagen knapp hinter Frankreich am Ende der Gesamtstatistik. "Das führen wir darauf zurück, wie ernsthaft in verschiedenen Ländern mit Themen wie Datenschutz umgegangen wird", meint Dirro zu pressetext. Beispielsweise würde in Deutschland die Abmeldung von Werbe-Newslettern allgemein gut funktionieren. Massiv dagegen rollte die Spamwelle in Brasilien und Mexiko - laut McAfee ein Zeichen dafür, dass auch beim Spam zunehmend auf Emerging Markets abgezielt wird. In sechs EU-Staaten wurden in Italien klar die meisten Müll-Mails empfangen, Dirro zufolge ein Zeichen für eine Kultur des laxen Umgangs mit Datenschutzrichtlinien im Land.

Einige Probanden haben im Laufe des Experiments einen deutlichen Leistungsverlust der Test-PCs beobachtet, beispielsweise in Form immer langsamerer Systemstarts. Woran das gelegen habe, sei nicht exakt qualitativ ausgewertet worden, so Dirro. Jeff Green, Senior VP der McAfee Avert Labs, sieht darin ein Zeichen massiver Malware-Downloads ohne Wissen der Nutzer. Dirro relativiert, dass auch ein Zusammenhang mit Faktoren wie übervollen Browsercaches für temporäre Internetdateien bestehen könnte.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Thomas Pichler
Tel.: +43-1-81140-303
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
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