US-Forscher finden Mittel gegen Getreidepilze
Mikroorganismen sollen durch Nahrungskonkurrenz Pilze aushungern
Peoria/Illinois (pte007/27.08.2000/13:45) Forscher des National Center for Agricultural Utilization Research http://www.ncaur.usda.gov und der Ohio State University http://www.osu.edu haben einen Ansatz gefunden, Pilze zu bekämpfen. Mikroorganismen sollen mit Pilzen in Nahrungskonkurrenz treten und diese aushungern. Das Ausmaß der Krankheit konnte in Treibhausversuchen um 95 Prozent reduziert werden
Getreidekrankheiten können für die Landwirtschaft verheerende Folgen haben. Eine der schlimmsten Getreidekrankheiten in feuchten gemäßigten Gebieten stellt die Ährenfusariose http://www.uni-hohenheim.de/~ipspwww/720/fusarium.htm dar. Die Krankheit, von der auch Mais betroffen ist, wird unter anderem durch den Pilz Gibberella zeae ausgelöst. Die Folgen sind fatal, da die Ähren oder Maiskolben verkümmern, Keimlinge verwelken und die Wurzeln verfaulen. Die Krankheitserreger produzieren auch Mykotoxine, die Maiskörner, wenn sie als Futtermittel eingesetzt werden, verseuchen.
Die Wissenschaftler konzentrierten sich im Forschungsprojekt auf Cholin http://www.lifeline.de/roche/0/5/5/04.htm , das in den Staubbeuteln (Antheren) http://www.rrz.uni-hamburg.de/biologie/b_online/d02/02d.htm#schema gebildet wird. Der Erreger braucht diesen Stoff für die Bildung des Keimschlauches zur ungeschlechtlichen Vermehrung. Als mikrobielle Konkurrenz wählten die Wissenschaftler Bakterien und Hefeverwandte, die ebenfalls an den Antheren auftreten.
Auf der Tagung der American Chemical Society http://www.acs.org in Washington präsentierten die Wissenschaftler auch für Freilandversuche gute Ergebnisse. Die Menge der pathogenen Pilze konnte um 56 Prozent zurückgeschraubt werden.
Brad Hillman, Pflanzenpathologe an der Rutgers University http://www.rutgers.edu , sieht im Einsatz von Nahrungskonkurrenten eine wichtige Alternative gegen Fungizide. Funktioniert die biologische Kontrolle, könnte man sowohl den Einsatz von Fungiziden als auch den Gehalt an natürlichen Toxinen in den Futtermitteln reduzieren.
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