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pts20151124006 Medizin/Wellness, Kultur/Lifestyle

Das Leben lieben mit Parkinson

25 Jahre Parkinson Selbsthilfe Wien und neue Therapien in Aussicht


Wien (pts006/24.11.2015/08:10) - Ganz nach ihrem Motto "Das Leben lieben mit Parkinson" feierte die Parkinson Selbsthilfe Wien vergangene Woche ihr 25-jähriges Bestehen mit einem bunten Programm. 200 Interessierte, darunter Betroffene, Angehörige sowie Vertreter aus Medizin, Politik und Wirtschaft folgten der Einladung des Vereins. Dank verschiedener Therapiemöglichkeiten kann die Krankheit meist über lange Zeit bei guter Lebensqualität kontrolliert werden. Große Zuversicht verspricht nun die Parkinson-Impfung, die sich derzeit in den USA und Europa in der Forschungsphase befindet.

Mit großer Begeisterung und vollem Einsatz präsentierten Parkinson-Betroffene bei der Jubiläumsfeier die vielfältigen Aktivitäten der Parkinson Selbsthilfe Wien. Auf dem Programm standen musikalische Darbietungen der Tanz-, Trommel- und Singgruppen - mit dabei auch Smovey-Erfinder und Parkinson-Betroffener Johann Salzwimmer -, eine künstlerische Leistungsschau mit handwerklichen Arbeiten von Parkinson-Erkrankten, amüsante Gedichte von Ilse Gorke, die den gesamten Verkaufserlös ihrer Gedichtbände der Parkinson Selbsthilfe Wien zu Gute kommen lässt, sowie ein Vortrag von Prim. Dr. Dieter Volc von der Privatkrankenanstalt Confraternität mit dem Titel "Vom Beginn der Parkinson-Behandlung bis hin zu neuesten Forschung, der Parkinson-Impfung". Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt.

Unterstützt wurde die Veranstaltung von Erste Bank, Lundbeck und Abbvie. Durch das Programm führten Martin Haidinger von Radio Ö1 und Walter Schüberl, stv. Obmann der Parkinson Selbsthilfe Wien. Unter den zahlreichen Festgästen fanden sich auch prominente Vertreter aus Politik und Wirtschaft - unter anderem der Präsident des Apothekerverbandes Mag. Dr. Christian Müller-Uri und Behindertenanwalt und ehemaliger Sozialminister Erwin Buchinger. Bundesminister Rudolf Hundstorfer ließ seine Glückwünsche durch Mag. Alexander Miklautz, Referent für Pflegevorsorge im Sozialministerium, überbringen.

Was ist Parkinson?

Morbus Parkinson ist eine sehr langsam fortschreitende Erkrankung des Nervensystems. Dabei werden im Gehirn jene Zentren zerstört, die den für Bewegungsabläufe verantwortlichen Botenstoff Dopamin verarbeiten. Die typischen Symptome sind Muskelsteifigkeit (Rigor), unkontrolliertes Zittern (Tremor) und Bewegungslosigkeit (Akinese). Die Parkinson-Erkrankung beginnt meist zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr. In seltenen Fällen kann sie jedoch auch ab dem 30. Lebensjahr auftreten. Die Häufigkeit steigt bis etwa zum 75. Lebensjahr und sinkt dann wieder ab. Von den über 80-Jährigen erkranken 1,5 bis 2 Prozent an einem Parkinson-Syndrom. Männer sind häufiger betroffen als Frauen.

"Nach der Diagnose sollte eine umfassende Aufklärung inklusive Besprechung der Ängste und Zweifel sowie der möglichen Hilfestellungen folgen. Dafür setzt sich die Parkinson Selbsthilfe Wien bereits seit 25 Jahren ein", so Renate Lemanski, Obfrau der Parkinson Selbsthilfe Wien.

Neue Therapien versprechen noch bessere Lebensqualität

Die Parkinson-Erkrankung, die erstmals vom englischen Arzt James Parkinson 1817 beschrieben wurde, ist seit Mitte der 1960er-Jahre, also seit fast 50 Jahren, medikamentös behandelbar. Im Frühstadium stehen eine Reihe oraler Medikamente zur Verfügung (Dopaminagonisten, MAO-B-Hemmer, COMT-Hemmer oder auch L-Dopa-Präparate). Helfen diese nicht mehr, kommen Tiefenhirnstimulation ("Hirnschrittmacher") oder spezielle Pumpen zum Einsatz. Zusätzlich tragen nicht-medikamentöse Therapien wie Physio- und Ergotherapie, Logopädie und Unterstützung durch Psychologen und Sozialarbeiter sowie auch regelmäßige Rehabilitationsmaßnahmen in der Regel zu einer besseren Lebensqualität der Betroffenen bei. Die Parkinson Selbsthilfe setzt sich schon seit vielen Jahren für mehr und raschere Bewilligungen von Rehabilitationen ein. "Die Behörden sind allerdings noch langsamer als wir", bedauert Walter Schüberl, stv. Obmann der Parkinson Selbsthilfe Wien.

Große Hoffnung setzen Forscher in die Parkinson-Impfung, die derzeit in den USA und Europa - auch in Wien und Innsbruck - getestet wird. Die bisherigen Ergebnisse sind sehr vielversprechend. Allerdings rechnen Experten, dass es noch mehrere Jahre dauern wird, bis die Parkinson-Impfung zur Behandlung zugelassen werden kann.

Bei Fragen oder Interesse an den Aktivitäten der Parkinson Selbsthilfe Wien können sich Betroffene und deren Angehörige gerne wenden an:

Parkinson Selbsthilfe Wien
1120 Wien, Cothmannstraße 5-7/Büro 2
Tel. und Fax: 01/982 68 21
Mobil: 0681/814 25 312
E-Mail: info@parkinson-selbsthilfe.at
Web: http://www.parkinson-selbsthilfe.at
Facebook: https://www.facebook.com/parkinsonselbsthilfewien
Google+: https://plus.google.com/100928757914930168837/posts

Die Pressemappe mit ausführlichen Informationen unter:
http://hennrich-pr.at/upload/editor/Pressemappe_Parkinson_SH_Wien_2015.pdf

(Ende)
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E-Mail: office@hennrich-pr.at
Website: www.parkinson-selbsthilfe.at
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