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pte20250509001 in Leben

Superbugs fressen medizinische Kunststoffe

Laut Studie der Brunel University London erhöhen viele Krankenhäuser unfreiwillig die Gefahren


Unter dem Mikroskop: Kunststoffe bilden Schlaraffenland für Bakterien (Bild: Prawny, pixabay.com)
Unter dem Mikroskop: Kunststoffe bilden Schlaraffenland für Bakterien (Bild: Prawny, pixabay.com)

London (pte001/09.05.2025/06:00)

Das Krankenhauspersonal hilft sogenannten Superbugs unfreiwillig zu überleben. Das haben Mikrobiologen der Brunel University London anhand eines aus einem Patienten isolierten Stammes des häufig vorkommenden Krankenhauskeims Pseudomonas aeruginosa nachgewiesen. Dieser kann eine Reihe von oft tödlich verlaufenden Infektionen auslösen. Der Keim baut den Kunststoff Polycaprolacton (PCL) ab, der in der Medizin häufig verwendet wird. Aus medizinischem Kunststoff bestehendes Nahtmaterial, Stets und auch Implantate stehen somit im Fokus.

Kunststoffeinsatz überdenken

"Wir müssen den Einsatz von Kunststoff neu überdenke. Kunststoffprodukte und -oberflächen sind potenziell Nahrung für diese Bakterien. Dadurch können sie noch länger überleben. Das bedeutet auch, dass alle medizinischen Geräte, die Kunststoff enthalten, anfällig für den Abbau durch Bakterien sind", sagt Forschungsleiter Ronan McCarthy.

Bei einem Laborversuch hat der Keim binnen einer Woche 78 Prozent einer Kunststoffprobe abgebaut. Das Bakterium nutzt also den medizinischen Kunststoff als alleiniges Nahrungsmittel. Gefährlich ist nicht nur, dass der Keim länger überlebt, also größere Chancen hat, Menschen zu infizieren. Der Kunststoff hilft ihm sogar, noch widerstandsfähiger gegen Antibiotika zu werden.

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