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pte20221109002 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Blut aus dem Labor erstmals verabreicht

Weltweit Test mit Patienten erfolgreich - Neues Verfahren könnte Operationen planbarer machen


Künstlerische Darstellung von Blut: kommt jetzt aus dem Labor (Bild: Gerd Altmann, pixabay.com)
Künstlerische Darstellung von Blut: kommt jetzt aus dem Labor (Bild: Gerd Altmann, pixabay.com)

Bristol/Cambridge (pte002/09.11.2022/06:05) -

In Großbritannien haben erstmals zwei Patienten rote Blutkörperchen verabreicht bekommen, die im Labor gezüchtet worden sind. Die Freiwilligen hatten keine Nebenwirkungen oder Anzeichen einer Abstoßung des Blutes, das aus gespendeten Stammzellen kultiviert worden war. Im Labor hergestellte Zellen könnten die Behandlung von Menschen mit seltenen Blutgruppen oder Patienten revolutionieren, die auf regelmäßige Transfusionen angewiesen sind. Es handelt sich um ein gemeinsames Projekt von Blood and Transplant des National Health Service (NHS), der University of Bristol und der University of Cambridge.

Keine abgesagten OPs mehr

Die erfolgreiche Transfusion könnte ein schweres Problem des NHS und zahlreicher Gesundheitsdienste in aller Welt mittelfristig lösen: Weil es zu wenig Spender gibt, fehlt es überall an Blutkonserven. In Großbritannien müssen deshalb sogar nicht selten OPs abgesagt werden. Im nächsten Schritt erhalten zehn Personen zwei Transfusionen im Abstand von vier Monaten, eine mit Standard-Erythrozyten und eine mit im Labor gezüchteten Zellen, um zu sehen, welche länger halten.

Da im Labor gezüchtete Zellen frisch sind, hoffen die beteiligten Mediziner, dass sie länger halten als gespendetes Blut. Ist das tatsächlich der Fall, müssten diejenigen, die regelmäßig Blut benötigen - wie Sichelzellenanämie-Patienten - möglicherweise nicht mehr so oft Transfusionen erhalten, wie Cedric Ghevaert von der Universität Cambridge meint.

Blut aus Labor länger frisch

Rote Blutkörperchen haben normalerweise eine Lebensdauer von etwa 120 Tagen, aber konventionell gespendetes Blut enthält eine zufällige Stichprobe von Zellen unterschiedlichen Alters, was die Lebensdauer negativ beeinflusst. Im Labor gezüchtetes Blut hingegen ist zu 100 Prozent "frisch", sodass es zuverlässig 120 Tage halten sollte, so die Erwartung der beteiligten Forscher, darunter Ash Toye von der University of Bristol.

Die Züchtung der Zellen beginnt mit dem Blut eines Spenders. Daraus extrahieren die Wissenschaftler die Blutstammzellen. Diese werden für 18 bis 21 Tage in eine Nährlösung gegeben, in der sie sich vermehren. Das so hergestellte Blut wird dann aufgereinigt und transfusionsbereit gelagert, wie eben natürliches Spenderblut.



(Ende)
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