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pte20211209019 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Nierenversagen belastet Psyche und Körper

124 Überlebende befragt - Wissenschaftler fordern allumfassende medizinische Betreuung


Niere: Versagen belastet Patienten sehr (Foto: pixabay.com, Eksavang)
Niere: Versagen belastet Patienten sehr (Foto: pixabay.com, Eksavang)

Pittsburgh (pte019/09.12.2021/10:30) -

Ein akutes Nierenversagen hat erhebliche Auswirkungen auf die körperliche und psychische Gesundheit eines Menschen. Davon betroffen sind laut einer Studie unter der Leitung der University of Pittsburgh https://www.pitt.edu/">https://www.pitt.edu auch ihr Arbeitsleben und ihre Familie. Bei der Umfrage gab nur rund die Hälfte der Teilnehmer an, dass die Kommunikation des medizinischen Teams über die Erkrankung sehr/extrem gut gewesen sei. Eine akute Nierenschädigung oder ein plötzlicher Fall von Nierenversagen kann eine ernste Erkrankung mit langfristigen Folgen sein. Für die aktuelle Studie befragten die Forscher Patienten, die ein akutes Nierenversagen überlebt hatten, um das Ausmaß der körperlichen, sozialen und emotionalen Auswirkungen zu untersuchen.

Die Studie beruht auf einer anonymen Online-Unfrage, die im Jahr 2020 von 124 Überlebenden eines akuten Nierenversagens absolviert wurde. 84 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass diese Erfahrung sich sehr/extrem auf ihre körperliche und seelische Gesundheit ausgewirkt hatte. 57 Prozent berichteten davon, dass sie sehr/extrem besorgt über die Auswirkungen dieser Erkrankung auf die Arbeit waren. 67 Prozent machten sich über die Folgen für die Familie Sorgen. Nur 52 Prozent bewerteten die Kommunikation mit dem medizinischen Team als sehr/extrem gut.

[b]Alter spielt Rolle[/b]

Personen, die zum Zeitpunkt des Nierenversagens im Alter zwischen 21 und 65 Jahren waren, bewerteten eher als jüngere oder ältere Betroffene diese Erfahrung als sehr bleibende Erfahrung. Die Werte lagen hier bei 90 Prozent versus 63 Prozent bei jüngeren und 75 Prozent bei älteren Patienten. Auch bei den Auswirkungen auf die Familie war die Verteilung der Prozentsätze ähnlich und zwar 78 Prozent versus 50 und 46 Prozent. Bei der Arbeit setzte sich dieser Trend mit Werten von 74 Prozent versus 38 Prozent und 10 Prozent fort.

[b]Mehr Kommunikation gefordert[/b]

Die Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass Interventionen zur Verbesserung der mit der Gesundheit in Verbindung stehenden Lebensqualität der Patienten notwendig sind, die ein Nierenversagen überlebt haben. Das Gesundheitspersonal sollte in der Kommunikation mit den Betroffenen mehr Informationen über das akute Nierenversagen und die weitere Behandlung zur Verfügung stellen. Laut dem leitenden Wissenschaftler Galen E. Switzer liefert diese Studie entscheidende neue Informationen über die mögliche Schwere und den Umfang der körperlichen und seelischen Auswirkungen nach einem akuten Nierenversagen. Die Forschungsergebnisse wurden in „Kidney360" veröffentlicht.

(Ende)
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