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pte20210921012 Forschung/Entwicklung, Medizin/Wellness

Milbe überlebt ohne sexuelle Fortpflanzung

Wissenschaftler weisen den sogenannten Meselson-Effekt bei Oppiella nova erfolgreich nach


Milbe: Sexuelle Fortpflanzung nicht notwendig (Foto: WikiImages, pixabay.com)
Milbe: Sexuelle Fortpflanzung nicht notwendig (Foto: WikiImages, pixabay.com)

Köln/Göttingen/Lausanne/Montpellier (pte012/21.09.2021/11:30) - Die uralt asexuelle Hornmilbenart O. nova benötigt keine sexuelle Fortpflanzung und ist evolutionsbiologisch trotzdem überlebensfähig. Den sogenannten Meselson-Effekt haben Forscher der Universitäten Köln http://uni-koeln.de und Göttingen http://uni-goettingen.de sowie der Schweizer Universität in Lausanne und der Universität Montpellier nachgewiesen. Er beschreibt ein charakteristisches Muster im Erbgut eines Organismus, das auf rein asexuelle Fortpflanzung schließen lässt. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift "PNAS" veröffentlicht.

"Uralt asexuelle Skandale"

Tierarten wie O. nova, die ausschließlich aus Weibchen bestehen, werden auch als "uralt asexuelle Skandale" bezeichnet. Zu belegen, dass die uralt asexuellen Skandale sich auch wirklich, wie angenommen, ausschließlich asexuell fortpflanzen, ist ein sehr komplexes Unterfangen: Denn, so der Erstautor der Studie, Alexander Brandt von der Universität Lausanne: "Es könnte beispielsweise eine Art von 'kryptischem' sexuellem Austausch geben, den man nicht kennt. Oder noch nicht kennt. Zum Beispiel, indem sehr selten doch mal ein fortpflanzungsfähiges Männchen produziert wird - möglicherweise sogar 'aus Versehen'."

Eine rein asexuelle Fortpflanzung hinterlässt jedoch eine charakteristische Spur im Erbgut, eben jenen Meselson-Effekt. Für ihre Studie haben die Forscher verschiedene Populationen von Oppiella nova und ihrer nahe verwandten, aber sich sexuell reproduzierenden Schwesterart Oppiella subpectinata in Deutschland gesammelt und deren genetische Information sequenziert und analysiert. "Eine Sisyphos-Arbeit", beschreibt Jens Bast, Emmy-Noether-Nachwuchsgruppenleiter am Institut für Zoologie der Universität zu Köln das Verfahren. "Die Milben sind nur ein Fünftel Millimeter groß und schwer zu identifizieren."

Eigene Software erforderlich

Zusätzlich erforderte die Analyse der Genomdaten eigene Computerprogramme. Der Meselson-Effekt konnte belegt werden. "Dies zeigt eindeutig, dass sich O. nova ausschließlich asexuell reproduziert. Hornmilben könnten noch für die ein oder andere Überraschung sorgen, wenn es darum geht zu verstehen, wie Evolution ohne Sex funktioniert", so Jens Bast vom Institut für Zoologie der Universität zu Köln. Die Ergebnisse zeigen: Das Überdauern einer Art ohne sexuelle Reproduktion ist zwar ziemlich selten, aber keine Unmöglichkeit. Die Wissenschaftler sind nun dabei herauszufinden, was diese Hornmilben so speziell macht.

(Ende)
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