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pte20201006001 Medizin/Wellness, Kultur/Lifestyle

USA: Eltern bemerken E-Zigaretten seltener

Durchsetzen strenger Regeln zuhause verhindern das Rauchen bei Kindern am ehesten


E-Zigarette: von Eltern oft unbemerkt konsumiert (Foto: pixabay.de, Lindsay Fox)
E-Zigarette: von Eltern oft unbemerkt konsumiert (Foto: pixabay.de, Lindsay Fox)

San Francisco (pte001/06.10.2020/06:00) - Viele Eltern wissen oder vermuten zwar, dass ihr Kind raucht. Sie sind jedoch häufig komplett ahnungslos, wenn es dabei um E-Zigaretten oder andere schädliche Tabakprodukte geht. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der UC San Francisco http://ucsf.edu , an der 23.000 Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren teilnahmen. Details wurden in "Pediatrics" publiziert.

Frühes Unterbinden wichtig

Eltern oder Erziehungsberechtigte gaben deutlich weniger wahrscheinlich an, dass sie wussten oder vermuteten, dass ihr Kind Tabak konsumiert hatte, wenn es nur E-Zigaretten, nicht brennbare Tabakprodukte oder rauchlose Tabakprodukte nutzte. Die Forscher fanden auch heraus, dass strenge Regeln zum Konsum von Tabakprodukten dazu führten, dass die Kinder weniger wahrscheinlich damit anfingen. Nur mit ihnen über das Nichtrauchen zu reden, war weniger wirksam.

Laut Seniorautor Benjamin Chaffee sei bekannt, dass rauchfreie Haushalte ein entscheidendes Instrument zur wirksamen Prävention bei Kindern sind. Frühere Studien hätten jedoch nicht untersucht, wie rauchfreie Haushalte im Vergleich mit anderen Haushalten abschnitten und wie viel Rauchfrei-Regeln bei anderen Tabakprodukten als Zigaretten helfen. "Tabakkonsum bei Kindern ist besorgniserregend. Zahnärzte sollten sich wie alle Gesundheitsdienstleister mit der Prävention beschäftigen."

Veränderte Raucherlandschaft

Im vergangenen Jahrzent hat sich die Rauchlandschaft drastisch verändert. Das gilt vor allem für die Jugend. Das Rauchen von Zigaretten hat abgenommen, dafür haben E-Zigaretten einem Boom erlebt. Im vergangenen Jahr berichteten die Centers for Disease Control and Prevention http://cdc.gov allein für die Vereinigten Staaten, dass mehr als einer von vier Schülern dampfte.

Die Studie hat Daten der Untersuchung "The Population Assessment of Tobacco and Health" ausgewertet, um die elterliche Wahrnehmung des Tabakkonsums der Kinder und die Rolle von Haushaltsregeln bei der Prävention zu untersuchen. Zusätzlich zu Zigaretten und E-Zigaretten wurden nicht brennbare Tabakprodukte wie Zigarren, Pfeifen, Wasserpfeifen und Bidis sowie rauchlose Tabakprodukte wie Schnupftabak, Kautabak, Snus und löslicher Tabak untersucht.

Es zeigte sich, dass Eltern eher wussten oder vermuteten, dass ihr Kind ein Tabak- oder Nikotinprodukt konsumierte, wenn es älter, männlich, weiß, in einem Haushalt mit einem Raucher lebte und der Bildungsstand geringer war. Mütter erwiesen sich dabei als informierter als Väter. Kinder und Jugendliche, die in den Haushalten mit den strengsten Regeln zum Verbot von Tabakkonsum lebten, fingen 20 bis 26 Prozent weniger wahrscheinlich an, selbst zu rauchen als in den Haushalten mit dem tolerantesten Umgang.

(Ende)
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