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pte20200826001 Medizin/Wellness, Umwelt/Energie

Corona: Mehr Antibiotika im britischen Wasser

Hohe Nutzung gegen bakterielle Sekundärinfektionen verunreinigt Gewässer nachweislich


Antibiotika: Erhöhte Nutzung bringt Folgen mit sich (Foto: pixabay.com, ulleo)
Antibiotika: Erhöhte Nutzung bringt Folgen mit sich (Foto: pixabay.com, ulleo)

Plymouth (pte001/26.08.2020/06:00) - Die Antibiotika-Behandlung von Corona-Patienten zur Verhinderung möglicher bakterieller Sekundärinfektionen könnte während der Pandemie Abwasserreinigungsanlagen zusätzlich belasten. Zu dem Schluss kommen Forscher der University of Plymouth http://plymouth.ac.uk und des Royal Cornwall Hospital Trust http://royalcornwall.nhs.uk . Details wurden im "Journal of Antimicrobial Chemotherapy" veröffentlicht.

Gefahr steigender Resistenzen

Laut den Experten drohen erhöhte Werte von Antibiotika in Flüssen und Küstengewässern Großbritanniens, die ihrerseits zum Anstieg der antimikrobiellen Resistenzen führen, bei denen Bakterien gegen die Wirkung von Antibiotika resistent werden. Das wäre vor allem bei Wasser von Abwasserreinigungsanlagen denkbar, die die Abwässer großer Krankenhäuser oder Institutionen mit vielen COVID-19 Patienten reinigen.

Diese Forschungsergebnisse basieren auf Berichten, wonach bis zu 95 Prozent der stationären COVID-19-Patienten Antibiotika als Teil ihrer Behandlung erhalten. Eine derartig groß angelegte Verabreichung dieser Medikamente könnte größere ökologische Folgen haben. Laut Forschungsleiter Sean Comber hat COVID-19 Auswirkungen auf fast jeden Lebensbereich.

Von früheren Studien sei bekannt, dass signifikante Mengen von häufig verschriebenen Medikamenten durch die Kläranlagen ins Wasser gelangen. Sind die Auswirkungen besser bekannt, könnten die künftigen Entscheidungen bei Verschreibungen während Pandemien besser getroffen werden. Das gelte auch für den Standort von Notfallkliniken und das breitere Arzneimittel- und Abfallmanagement. Die COVID-19-Richtlinie des National Institute for Health and Care Excellence (NICE) empfiehlt, dass Patienten mit COVID-19 mit Doxycyclin und entweder Amoxicillin oder einer Kombination von anderen Medikamenten behandelt werden sollten, wenn Verdacht auf eine bakterielle Infektion besteht.

Notfallkrankenhaus Harrogate

Die Studie hat Patientenzahlen von temporären Notfallspitälern in Großbritannien mit der Kapazität der Abwasserreinigungsanlagen und der durch Flusswasser zur Verfügung stehenden Verwässerung kombiniert. Mittels Daten zur Umweltauswirkung und Modellsoftware der Wasserindustrie konzentrierten sich die Forscher auf das Notfallkrankenhaus Harrogate. Dort können bis zu 500 Patienten behandelt werden. Das Risiko bei Doxycyclin fiel gering aus. Dabei wurde von der Annahme ausgegangen, dass das Krankenhaus voll belegt ist.

Laut Co-Autor Tom Hutchinson konnte nur eine geringe Bedrohung der Fischpopulationen und der Nahrungsnetze, von denen diese abhängen, festgestellt werden. Es gebe jedoch mögliche Umweltaspekte für antimikrobielle Resistenzen, wenn das Krankenhaus voll ausgelastet ist. Amoxicillin wird für die Behandlung einer Lungenentzündung bis hin zu Infektionen von Haut und Ohren eingesetzt.

(Ende)
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Ansprechpartner: Moritz Bergmann
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