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pte20200810017 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Neuer Tripper-Test zeigt, ob Antibiotikum wirkt

Antibiotikum Ciprofloxacin kann laut wissenschaftlicher Studie wieder eingesetzt werden


Gonorrhö: Test ermöglicht gezielte Behandlung (Foto: pixabay.com, Darko Djurin)
Gonorrhö: Test ermöglicht gezielte Behandlung (Foto: pixabay.com, Darko Djurin)

Los Angeles (pte017/10.08.2020/11:30) - Forscher der University of California http://ucla.edu haben einen Test entwickelt, der genau anzeigt, welche Personen mit Gonorrhö (Tripper) erfolgreich auf die Behandlung mit dem kostengünstigen oralen Antibiotikum Ciprofloxacin reagieren. Das Medikament wurde bisher aufgrund von Befürchtungen, dass die die Infektion verursachenden Bakterien dagegen resistent werden, in den Hintergrund gerückt.

Tablette leichter als Spritze

Es zeigte sich, dass 106 Personen, bei denen der Test ergab, dass sie den Gonorrhö-Stamm Wildtyp gyrA Serin hatten, mit einer einzelnen Dosis von Ciprofloxacin geheilt werden konnten. Obwohl der Test bereits seit drei Jahren zur Verfügung steht, wurde er erst jetzt erstmals beim Menschen systematisch erforscht. Der neue Test gibt Medizinern nun mehr Wahlmöglichkeiten bei der Behandlung der sexuell übertragenen Infektion. Details wurden in "Clinical Infectious Diseases" veröffentlicht.

Der neue Test könnte auch laut Forschungsleiter Jeffrey Klausner dabei helfen, die Ausbreitung einer arzneimittelresistenten Gonorrhö zu verlangsamen. "Gonorrhö ist eine der weltweit am weitesten verbreiteten resistenten Infektionen und wird immer schwerer zu behandeln. Derzeitige Methoden erfordern eine Injektion mit Antibiotika, die teuer und schmerzhaft ist", heißt es. Der neue Test könnte es leichter und sicherer machen, Gonorrhö mit verschiedenen Antibiotika zu behandeln. Dazu gehört auch eine Tablette, die oral eingenommen werden kann. "Eine Tablette statt einer Spritze würde es leichter und rascher ermöglichen, auch die Sexualpartner von Patienten zu behandeln."

Resistenzen nehmen stark zu

Die Fähigkeit von Bakterien, sich im Laufe der Zeit dahingehend zu verändern, dass die Wirksamkeit von Medikamenten, die sie abtöten sollen, eingeschränkt oder beendet wird, hat zu einem weltweiten Problem geführt. Gonorrhö ist in dieser Hinsicht besonders geschickt und hat eine zunehmende Resistenz auf alle aktuellen Antibiotika entwickelt. Aufgrund der Ausbreitung von multiresistenter Gonorrhö haben die Gesundheitsbehörden diese Infektion zu einer der fünf großen Bedrohungen für die Volksgesundheit ernannt.

Ciprofloxacin wurde bis 2007 zur Gonorrhö-Therapie eingesetzt. Die Centers for Disease Control and Prevention stoppten damals die Empfehlung, nachdem es zu Resistenzen gegen das Medikament gekommen war. 70 bis 80 Prozent der Gonorrhö-Infektionen in den USA könnten laut den Forschern dennoch mit Ciprofloxacin behandelt werden. Forscher haben somit versucht herauszufinden, wie sich Patienten für einen gezielten Einsatz von Ciprofloxacin besser identifizieren lassen. Damit soll die Notwendigkeit von Injektionen mit Ceftriaxon und damit auch das Risiko von Resistenzen gegen dieses Medikament verringert werden. Die Resistenz gegen Ceftriaxon beträgt derzeit weniger als ein Prozent.

Untersuchung mit Einschränkung

Der von den Wissenschaftlern entwickelte DNA-Test erkennt eine bestimmte genetische Mutation im Gonorrhö-Bakterium, die es gegen Ciprofloxacin resitent macht. Ohne diese Mutation ist die Behandlung mit diesem Antibiotikum sehr wirksam. Die Forscher räumen ein, dass diese Ergebnisse auf einer relativ kleinen Gruppe von Menschen beruhen. Eine weitere Einschränkung war, dass die Teilnahme auf Personen ohne Symptome beschränkt war. Zusätzlich zeigte sich, dass mehrere Teilnehmer, bei denen ursprünglich der Wildtyp-Stamm festgestellt worden war, tatsächlich mit anderen Stammarten infiziert waren.

(Ende)
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