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pte20200331003 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Kranke Psyche: Zweites Kind unwahrscheinlich

Groß angelegte Studie in Dänemark - Erkrankung nach der Geburt führt zu Angst vor Rückfall


Mutter und Sohn: Entscheidung über weiteres Kind (Foto: pixelio.de/Simone Hainz)
Mutter und Sohn: Entscheidung über weiteres Kind (Foto: pixelio.de/Simone Hainz)

Aarhus (pte003/31.03.2020/06:05) - Frauen, die nach der Geburt ihres ersten Kindes an psychiatrischen Erkrankungen wie Depression, Angst, Manie und Schizophrenie leiden, bekommen laut einer Studie der Aarhus University http://international.au.dk weniger wahrscheinlich weitere Kinder. 69 Prozent der in den ersten sechs Monaten nach der Geburt betroffenen Frauen bekamen weitere Kinder. Bei Frauen ohne psychischen Problemen lag dieser Wert bei 82 Prozent.

Im Zweifel ärztlichen Rat holen

Laut Forschungsleiterin Xiaoqin Liu ist die Verhinderung eines Rückfalls möglich. Frauen sollten bei einem weiteren Kinderwunsch ärztliche Unterstützung suchen. Frühere Studien haben ergeben, dass rund drei Prozent der Frauen in den ersten drei Monaten nach der Geburt an psychiatrischen Erkrankungen leiden. Es handelt sich dabei um ein breites Spektrum an psychischen Problemen, die normalerweise aus einer Kombination von abnormalen Gedanken, Verhalten und Beziehungen mit anderen Menschen bestehen.

Bis heute wurde kaum erforscht, ob diese Erkrankungen auch Auswirkungen auf die weitere Fortpflanzung haben. Laut Liu wollten die Forscher herausfinden, ob Frauen mit psychiatrischen Erkrankungen nach der Geburt über eine verringerte Möglichkeit weiterer Kinder verfügen. Zusätzlich sollte ermittelt werden, ob eine Verringerung der Geburten auf persönliche Entscheidungen oder eine verringerte Fruchtbarkeit zurückzuführen war.

Über 400.000 Frauen analysiert

Das Team hat die Daten von 414.571 Frauen untersucht, die in Dänemark zwischen 1997 und 2015 ihr erstes Kind auf die Welt gebracht hatten. Maximal wurden die Frauen 19,5 Jahre lang bis zur nächsten Geburt, Auswanderung, Tod, dem 45. Geburtstag oder Juni 2016 begleitet. Erkrankte Frauen wurden über Verschreibungen von Psychopharmaka oder Krankenhausaufenthalten in den ersten sechs Monaten nach der Geburt identifiziert.

Mit 4.327 Frauen erkrankte ein Prozent der Mütter. Diese bekamen um ein Drittel weniger wahrscheinlich ein zweites Kind. Starb das erste Kind, gab es bei weiteren Kindern zwischen den beiden Gruppen keinen Unterschied. Wurde durch die psychischen Probleme ein Krankenhausaufenthalt notwendig, halbierte sich die Wahrscheinlichkeit eines zweiten Kindes fast. Dies geschah unabhängig davon, ob das erste Kind überlebte oder nicht.

Erhebung mit Einschränkungen

Obwohl laut Liu weniger Frauen mit psychiatrischen Erkrankungen nach der Geburt weitere Kinder hatten, ist es bemerkenswert, dass sich trotzdem rund 69 Prozent für ein zweites Kind entschieden. Bei den verbleibenden 31 Prozent der Frauen seien die Gründe zu unterscheiden, warum sie kein weiteres Kind hatten. Wurde eine weitere Schwangerschaft aus Angst vor einem Rückfall vermieden, sollten sie wissen, dass dieser verhindert werden kann.

Eine Einschränkung der Studie ist, dass trotz des fast kompletten Datenmaterials der dänischen Register keine genauen Infos zu Totgeburten oder Fehlgeburten vorlagen. Daher wurden nur Schwangerschaften, die zu einer Lebendgeburt führten, berücksichtigt. Eine weitere Einschränkung ist, dass nicht alle Frauen mit psychischen Erkrankungen Medikamente erhalten haben oder im Krankenhaus behandelt worden sein dürften. Die Forschungsergebnisse wurden in "Human Reproduction" veröffentlicht.

(Ende)
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