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pte20190411004 Bildung/Karriere, Unternehmen/Finanzen

England: Deutsch gefragtester Sprach-Skill

indeed-Analyse warnt vor "Engpass bei Sprachexperten" nach dem bevorstehenden Brexit


Fahne: Deutsch vor Französisch (Foto: unsplash.com, Christian Wiediger)
Fahne: Deutsch vor Französisch (Foto: unsplash.com, Christian Wiediger)

London (pte004/11.04.2019/06:15) - Wenn es um die Wahl der Sprache geht, die bei Arbeitgebern in Großbritannien am stärksten gefragt ist, gibt es einen neuen Spitzenreiter: Erstmals hat Deutsch Französisch als Nummer eins abgelöst. Auf Platz drei findet sich bereits Chinesisch, das von britischen Firmen auch immer öfter als gern gesehener Sprach-Skill in aktuellen Stellenausschreibungen genannt wird. Zu dem Ergebnis kommt eine Analyse der Job-Suchmaschine Indeed http://indeed.com , die aufgrund des Brexit vor einem "Engpass bei Sprachexperten" im Vereinigten Königreich warnt.

Sorgen um "Sprach-Notstand"

"Kommunikation ist etwas Grundlegendes, das alle Arbeitsbereiche betrifft. Insbesondere Sprachkenntnisse sind in einer voll vernetzten Welt, in der mehr Unternehmen als jemals zuvor über nationale Grenzen hinweg und in mehreren Sprachen operieren, unerlässlich geworden", zitiert der "Independent" Bill Richards, Managing Director bei indeed UK. Diese Entwicklung zeige sich auch am heimischen Stellenmarkt. "Englisch ist zwar eine globale Sprache, das kann aber nicht über die Notwendigkeit hinwegtäuschen, dass man auch Mitarbeiter braucht, die andere Sprachen fließend beherrschen", betont der Experte.

Während der britische Arbeitsmarkt für Mitarbeiter mit zusätzlichen Sprachkenntnissen viele Karrieremöglichkeiten bieten würde, müsse man sich angesichts des Brexit und der damit zusammenhängenden Unsicherheiten allerdings ernsthafte Sorgen um einen "Sprach-Notstand" im Land machen. "Viele britische Arbeitgeber, die auf mehrsprachiges Personal angewiesen sind, werden zunehmend unruhig, weil sich hier ein echter Sturm zusammenbraut - unser Bildungssystem liefert weniger Sprachexperten und gleichzeitig führt der Brexit dazu, dass sich immer weniger Arbeitskräfte aus der EU hier ansiedeln wollen", so Richards.

Anspruchsvollere Sprachanforderungen

Dass die Zahl der EU-Arbeitskräfte, die aktiv nach einem neuen Job in Großbritannien suchen, seit dem Brexit-Votum deutlich zurückgegangen ist, zeigt nicht nur die jüngste indeed-Analyse. Schon im März 2018 hatte etwa auch das Online-Jobportal Monster bestätigt, dass entsprechende Suchanfragen auf dem europäischen Festland seit dem Austrittsvotum der Briten im Juni 2016 signifikant eingebrochen sind (pressetext berichtete: http://pte.com/news/20180329002 ).

Was die konkreten Sprachanforderungen betrifft, seien die Unternehmen im Vereinigten Königreich im Laufe der vergangenen Jahre kontinuierlich anspruchsvoller geworden, stellt indeed klar. Die Zahl der Ausschreibungen, die spezifisch nach deutschen Sprachkenntnissen verlangen, soll in drei Jahren um ein Zehntel nach oben geklettert sein. Bei Französisch sei im selben Zeitraum hingegen nur ein sehr geringer Nachfrageanstieg registriert worden, vermeldet die Job-Suchmaschine.

(Ende)
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