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Muskelwahn bei Männern macht Probleme

Norwegische Forscher warnen Heranwachsende: Unerreichbare Ideale schaden der Psyche

Männerkörper: Ideale sind oftmals unrealistisch (Foto: pixelio.de, Sergej23)
Männerkörper: Ideale sind oftmals unrealistisch (Foto: pixelio.de, Sergej23)

Trondheim (pte022/08.11.2018/10:30) - Junge Männer, die sich zu sehr darauf konzentrieren, Muskeln aufzubauen, verfügen laut einer Studie von Forschern der Norwegian University of Science and Technology http://ntnu.edu , zusammen mit Kollegen der Harvard University http://harvard.edu , über ein deutlich höheres Risiko bei Depressionen, Komasaufen am Wochenende und Diäten, die nicht mit einer Fettleibigkeit in Zusammenhang stehen. Die Wahrscheinlichkeit des Einsatzes von legalen und illegalen Nahrungsergänzungsmitteln sowie anaboler Steroide ist ebenfalls um das Vierfache erhöht.

2.460 Studienteilnehmer

Laut den im "International Journal of Eating Disorders" veröffentlichten Ergebnissen leiden zehn Prozent der Männer an einer Störung des Körperbildes. Sie gehen davon aus, dass sie zu dick sind und wollen daher abnehmen. Laut der Studie hat einer von drei jungen Männern im vergangenen Jahr eine Diät gemacht. Diese Diäten standen in keinem Zusammenhang mit einer Fettleibigkeit. Laut den Forschern sind diese Ergebnisse alarmierend.

Die Studienresultate zeigen den Experten zufolge eindeutig, dass Jungen und junge Männer viel häufiger an Störungen des Körperbildes leiden als bisher angenommen. "Ich möchte den gleichen Körper wie Ronaldo haben." "Ich glaube, dass mein Brustkorb nicht muskulös genug ist." "Ich fühle mich schuldig, wenn ich nicht trainiere." Das sind nur drei der Angaben der 2.460 Teilnehmer zwischen 18 und 32 Jahren aus den USA.

Forschungsleiterin Trine Tetlie Eik-Nes nach setzen sich viele junge Männer sehr intensiv mit dem Wunsch nach mehr Muskelmasse auseinander. "Das wird zum Problem, wenn die Körper von Athleten wie Ronaldo von ganz normalen jungen Männern, die einen Job, ein Studium und eine Familie haben, als Idealbild herangezogen werden. Will man aussehen wie Ronaldo, dann ist das Training die Hauptbeschäftigung. Manche Menschen trainieren als wären sie Teil des Nationalteams, das ist aber nicht der Fall. Diese Diskrepanz ist ein Anlass zur Besorgnis."

Muskeln als Selbstzweck

Eik-Nes zufolge sollen Mädchen dünn sein und eine schmale Taille haben. Jungen sollen breite Schultern und viel Muskeln haben. Mit diesen engen Idealen wachsen laut der Expertin die jungen Menschen heute auf. "Es hat sich gezeigt, dass diese unrealistischen Vorstellungen für Männer und Frauen eine wirkliche Herausforderung sind." Sie geht davon aus, dass die Herausforderungen, denen sich die Männer ausgesetzt sehen, bisher von Forschung, Eltern und Medizinern nicht wahrgenommen worden sind.

Früheren Studien zufolge verfügen Jungen, die übergewichtig oder dünn und schlaksig sind, über das größte Risiko, an einer Störung des Körperbildes zu erkranken. Die aktuelle Studie hat diese Ergebnisse bestätigt. Der Wunsch nach einem muskulösen Körper stand dabei in keiner Verbindung mit dem tatsächlichen Gewicht. Laut Eik-Nes werden die Muskeln zu einer Art von Kosmetika für Männer, von denen diese geradezu besessen werden. Sie trainieren sich nicht mehr Muskeln an, um schneller Ski zu fahren oder in einem anderen Sport besser zu werden, auch der Gesundheitsgedanke spielt dabei keine Rolle.

Die Herausforderung, mit dem eigenen Körper zufrieden zu sein, besteht in allen Bildungsschichten. Hochgebildete Menschen sind mit ihrem Körper laut der Studie nicht zufriedener als alle anderen. Eik-Nes zufolge kann dieser Drang nach mehr Muskeln als Zeichen dafür gesehen werden, dass junge Männer keine Kontrolle über ihr Leben haben. Sie glauben jedoch, dass sie es zumindest im Griff haben können, wie viel sie trainieren. "In diesem Kontext kann man das Problem auf einen einfachen Nenner bringen: Mädchen erbrechen, Jungen trainieren mehr als normal."

(Ende)
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Ansprechpartner: Moritz Bergmann
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