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pte20181009013 Computer/Telekommunikation, Medien/Kommunikation

"Noonlight" erkennt Unfall und setzt Notruf ab

Neue Anwendung errechnet Stürze aus Smartphone-Daten mit ausgeklügeltem Algorithmus

Hilfe per App:
Hilfe per App: "Noonlight"-System alarmiert Hilfskräfte (Foto: noonlight.com)

Washington (pte013/09.10.2018/10:30) - Die neue Smartphone-Anwendung "Noonlight" http://noonlight.com alarmiert bei einen Unfall des Nutzers automatisch Notdienste. Insbesondere Radfahrer sollen künftig von dem neuen Service profitieren.

Vorbereitet auf Fehlalarme

Der der App zugrunde liegende Algorithmus nutzt die Sensoren eines Smartphones und erkennt und misst winzige Änderungen des Standortes, der Bewegung und des Antriebs eines Nutzers. Wenn die Sensoren eine plötzliche Änderung der Bewegung und der Kraft feststellen, die darauf hinweist, dass der Benutzer in einen Unfall verwickelt ist, wird der Notruf angewählt, ohne dass der Nutzer dazu aufgefordert wird. Bei einem Fahrradunfall, der in vielen Fällen unentdeckt geschieht und nicht selten auch mit dem Verlust des Bewusstseins einhergeht, könnte Noonlight zum Lebensretter werden.

Wenn die App erkannt hat, dass ein Unfall passiert ist, sendet die Plattform einen virtuellen Alarm, der Notfallhelfer kontaktiert und den Standort des Benutzers sowie relevante medizinische Informationen meldet - etwa Allergien und Medikamentengebrauch. Ein weiterer Alarm geht an das Service-Team der App. Auf Fehlalarme sind die Entwickler deshalb vorbereitet. "Sofort, nachdem ein Alarm ausgelöst wurde, prüfen unsere zertifizierten Disponenten per SMS und Telefonanruf die Situation. Zum Abbrechen antworten Sie einfach mit Ihrer 4-stelligen Noonlight-PIN. Wegen eines Fehlalarms sind wir keineswegs verärgert, weil er ja auch zeigt, dass es dem Nutzer noch gut geht", so die Betreiber.

Kindern und Senioren helfen

"Damit die Crash-Erkennung genau über ein Smartphone funktioniert, stützt sich das System auf das GPS, den Beschleunigungssensor und das Gyroskop des Geräts, die zur Orientierung dienen", erklärt Noonlight-Mitbegründer Nick Droege. Die App könne den Betreibern zufolge auch auf Sensoren wie den Näherungsmesser oder das Magnetometer eines Mobiltelefons zugreifen. Ersteres misst die Nähe des Geräts zu einem anderen Objekt. Letzteres gibt dem Smartphone Orientierung zum Erdmagnetfeld. Pro Monat kostet der Service rund zehn Dollar (etwa neun Euro).

"Unsere größte Zielgruppe sind Eltern, die Noonlight auf dem Smartphone ihrer Kinder hinzufügen könnten, damit sie wissen, dass für den Fall, dass etwas auf der Straße passiert, Hilfe kommt. Wir denken auch, dass die Anwendung bei älteren Menschen hilfreich sein kann, da diese oft Schwierigkeiten haben, Notdienste anzurufen", so Droege abschließend.

(Ende)
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