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pte20180904019 Medizin/Wellness, Forschung/Technologie

Immunabwehr baut eine zweite Front auf

Neues Verständnis für Abwehrmechanismus, der Autoimmunerkrankungen heilen könnte


Kate Schroder ist neuem Abwehrmechanismus auf der Spur (Foto: uq.edu.au)
Kate Schroder ist neuem Abwehrmechanismus auf der Spur (Foto: uq.edu.au)

Brisbane (pte019/04.09.2018/10:30) - Forscher der University of Queensland http://uq.edu.au haben im menschlichen Immunsystem ein neues Verständnis für einen Abwehrmechanismus entwickelt, das zur Entwicklung von Medikamenten gegen Krebs und Autoimmunerkrankungen wie Aids und Multiple Sklerose führen könnte. Kate Schroder und ihr Team haben eine neue Verteidigungslinie entdeckt, die das Immunsystem gegen Bakterien aufbaut.

Protein Gasdermin D

"Bakterien werden von den Neutrophilen Granulozyten, die zu den weißen Blutkörperchen gehören, oft ruckzuck abgetötet. Sie sind quasi die erste Verteidigungslinie", sagt Schroder. Jetzt hätten sie eine zweite Front entdeckt, die gegen Bakterien in Stellung gebracht wird, die der anfänglichen Abwehr entkommen sind und jetzt die Neutrophilen Granulozyten selbst attackieren. Dabei handle es sich um das Killer-Protein Gasdermin D.

"Dieses Protein betreibt eine ungewöhnliche Art des zellulären Selbstmordes", so Schroder. Es stoße neutrophile extrazelluläre Fallen (NET) aus, die die Infektion gewissermaßen einfangen und an ihrer Ausbreitung hindern. NETs bestehen aus DNA-Strängen, die in antimikrobielle Proteine eingebettet sind, die Bakterien immobilisieren und letztlich abtöten.

Gezielte Stimulation

Dass NETs etwas mit dem Zelltod zu tun haben, war der wissenschaftlichen Welt bereits bekannt. Die jetzige Entdeckung bezieht sich auf das Zusammenwirken von Gasdermin D und sogenannten Inflammosomen, wichtigen Bestandteilen des Immunsystems. Diese werden durch Stimulation aktiv. Wenn es sich um Bakterien handelt, löst es Entzündungen aus, die bei der Bekämpfung der Infektion helfen. Ist es Harnsäure, kommt es zum Gichtanfall.

Dieses Verständnis der Zusammenhänge könnte zu einer neuen Therapie gegen Autoimmunerkrankungen und Krebs führen, glaubt Schroder. "Ehe wir darangehen, neue Medikamente zu entwickeln, mussten wir die Funktionsweisen der zweiten Verteidigungslinie kennen", so die Forscherin. Dabei gehe es natürlich in erster Linie um Heilung. Man könnte mit neuen Behandlungsmethoden, die auf der Basis der jetzigen Erkenntnisse aufbauen, zumindest aber auch die Leiden der Betroffenen lindern.



(Ende)
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