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pts20180830025 Umwelt/Energie, Politik/Recht

Förderbudget für PV-Kleinanlagen im Eiltempo ausgeschöpft

PVA: Kontinuierliche Förderbedingungen unabdingbar für Zielerreichung

Wien (pts025/30.08.2018/10:25) - In einem unbeschreiblichen Rekordtempo wurde dieses Jahr das Förderbudget für PV-Kleinanlagen des Klima- und Energiefonds ausgeschöpft. Nach einem späten Start im Mai dieses Jahres und einem beinahe halbierten Förderbudget, ist innerhalb von drei Monaten der Fördertopf zur Gänze vergeben. Vera Immitzer, Generalsekretärin des Bundesverband Photovoltaic Austria (PVA): "Nach nur etwas über 100 Tagen ist diese, für die Branche enorm wichtige Förderquelle, versiegt. Da half auch die Aufstockung des Budgets Mitte Juli mit zusätzlichen 360.000 Euro nicht wesentlich weiter." Trotz zahlreicher Gespräche und regem Austausch mit den zuständigen Stellen werden voraussichtlich keine Fördergelder mehr zur Verfügung gestellt werden können. Mit dem Förderbudget von 4,5 Millionen Euro können 3.300 Anlagen bzw. 16,4 MWp gefördert werden; im Vorjahr waren es fast doppelt so viele.

Bereits der enorme Andrang zum Start der Förderschiene zeigt das große Interesse der Bevölkerung an Sonnenstrom. Der Wille der Bürgerinnen und Bürger, aktiv an der Energiewende mitzuarbeiten, ist eindeutig sichtbar. Um das Ziel der Politik, 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energiequellen bis 2030 zu decken und ein 100.000-Dächer-Programm zu initiieren, muss der Rückenwind aus der Bevölkerung genutzt werden. Ein planbares, längerfristiges Förderregime muss rasch beschlossen und die notwendigen Anpassungen bei den Rahmenbedingungen umgesetzt werden.

Immitzer betont erneut: "Die Kürzung von Förderbudgets ist und bleibt eine äußerst negative und problematische Entwicklung und widerspricht den Umweltzielen der Regierung." Auch wenn die diesjährige Klimafondsförderung kleiner als das Jahr davor ausgefallen ist, stellt sie an sich ein funktionierendes Fördersystem dar. Es kann Modellcharakter für die Zukunft haben, sofern es auch kontinuierlich gestaltet wird, was heuer leider nicht der Fall war."

Zukünftig müssen Fördersysteme und Rahmenbedingungen etabliert werden, die einfach administrierbar, für den Einreicher gut handhabbar sowie langfristig planbar für das Gewerbe sind. Die derzeitige Stop&Go Förderpolitik lässt die Zielerreichung in weite Ferne rücken. Der PVA hat entsprechende Vorschläge für das anstehende 100.000 Dächer-Programm sowie einen Maßnahmenkatalog zur Erreichung von 15 GWp Photovoltaik bis 2030 (die erforderlich sind um gemeinsam mit den anderen Erneuerbaren 100 % sauberen Strom zu liefern) erarbeitet.

Das Konzept wird in den nächsten Wochen an das Ministerium übergeben, um möglichst rasch und noch 2019 eine neue Förderschiene starten und die Rahmenbedingungen kontinuierlich verbessern zu können.

(Ende)
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