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Mundhygiene hilft bei Leberzirrhose

Behandlung von Zahnfleischerkrankungen fördert nachweislich Darmflora und kognitive Funktionen

Beim Zahnarzt: gut für Leberzirrhose-Patienten (Foto: pixelio.de, Esther Stosch)
Beim Zahnarzt: gut für Leberzirrhose-Patienten (Foto: pixelio.de, Esther Stosch)

Richmond (pte001/30.08.2018/06:00) - Routinemäßige Mundpflege zur Behandlung von Zahnfleischerkrankungen wie Parodontitis könnte laut einer Studie von Forschern der Virginia Commonwealth University http://vcu.edu eine Rolle bei der Behandlung von Leberzirrhose spielen. Entzündungen und Giftstoffe im Blut sollten weniger werden und Verbesserungen der kognitiven Funktion erzielbar sein, so die Experten.

Entzündungen eindämmen

Leberzirrhose wird in den USA immer mehr zur Epidemie. Dabei kommt es zur Narbenbildung auf der Leber. In schweren Fällen kommt es zum Leberversagen. Komplikationen einer Leberzirrhose können Infektionen im ganzen Körper und eine hepatische Enzephalopathie sein. Dabei handelt es sich um eine Ansammlung von Giftstoffen im Gehirn, die durch eine fortgeschrittene Leberzirrhose hervorgerufen wird. Zu den Symptomen dieser Erkrankung gehören Verwirrtheit, Stimmungsänderungen und eine eingeschränkte kognitive Funktion.

Frühere Studien hatten bereits nachgewiesen, dass es bei Patienten mit Leberzirrhose zu Veränderungen der Mikrobiota in Darm und Speichel kommt. Diese Veränderung der Bakterien in Verdauungstrakt und Mund kann zu Parodontitis und einem erhöhten Risiko von mit der Leberzirrhose in Verbindung stehenden Komplikationen führen. Zusätzlich wiesen weitere Forschungsergebnisse darauf hin, dass Patienten mit Leberzirrhose über mehr Entzündungen im Körper verfügen, die ihrerseits mit einer hepatischen Enzephalopathie in Verbindung stehen.

Parodontaltherapie bringt viel

Die Forscher haben zwei Gruppen von Freiwilligen mit Leberzirrhose und einer leichten bis mittelschweren Parodontitis untersucht. Eine Gruppe erhielt eine Parodontaltherapie, inklusive Reinigung der Zähne und Entfernung der Giftstoffe von Bakterien von Zähnen und Zahnfleisch. Die zweite Gruppe wurde keiner Behandlung unterzogen. Das Team um Jasmohan Singh Bajaj sammelte Blut-, Speichel- und Stuhlproben vor und 30 Tage nach der Behandlung. Bei jedem Teilnehmer wurde ein Standardtest zur kognitiven Funktion davor und danach durchgeführt.

Bei der behandelten Gruppe verfügten vor allem jene Teilnehmer mit hepatischer Enzephalopathie über verbesserte Werte von nützlichen Bakterien im Darm, die ihrerseits Entzündungen verringern. Zusätzlich konnten niedrigere Werte bei Endotoxin produzierenden Bakterien im Speichel nachgewiesen werden. Bei der unbehandelten Gruppe hingegen kam es im gleichen Zeitraum zum Anstieg der Endotoxin-Werte.

Kognitive Funktion verbessert

Die Verbesserungen bei der behandelten Patientengruppe könnte laut den Forschern auf eine Reduzierung der Entzündung im Mundbereich zurückzuführen sein, die ihrerseits die allgemeinen entzündlichen Prozesse verringerte. Denkbar wäre auch, dass weniger schädliche Bakterien geschluckt werden und die Mikrobiota im Darm beeinflussen. Die kognitive Funktion verbesserte sich ebenfalls.

Laut den Forschern lindert die Verringerung der Entzündungsprozesse im Körper manche Symptome der hepatischen Enzephalopathie bei Personen, die bereits eine Standardbehandlung für diese Krankheit erhalten. Dieses Ergebnis ist deshalb von Bedeutung, weil seitens der US-Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde http://www.fda.gov keine weiteren Therapien zur Behandlung von kognitiven Problemen bei dieser Patientengruppe zugelassen sind. Die Ergebnisse wurden im "American Journal of Physiology: Gastrointestinal and Liver Physiology" veröffentlicht.

(Ende)
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