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pte20180611001 Computer/Telekommunikation, Medien/Kommunikation

Social Web: Negative News schüren Hysterie

Bedrohlicher wirkende Welt durch Teilen in sozialen Netzwerken

News: Korrektur erscheint oft fast unmöglich (Foto: Thorben Wengert, pixelio.de)
News: Korrektur erscheint oft fast unmöglich (Foto: Thorben Wengert, pixelio.de)

Coventry (pte001/11.06.2018/06:00) - Nachrichten, wie etwa über Terrorismus, Krankheitsausbrüche, Naturkatastrophen und andere potenzielle Bedrohungen werden laut einer neuen Studie von Forschern der University of Warwick http://warwick.ac.uk immer negativer, ungenauer und hysterischer, wenn sie von einer Person zur nächsten in sozialen Netzwerken weitergegeben werden.

Korrektur bleibt oft aus

"Je mehr Menschen Informationen teilen, desto negativer werden sie, desto weiter weicht sie von den Fakten ab und desto resistenter werden sie für eine Korrektur", betont Studienautor Thomas Hills. Die Forscher haben 154 Teilnehmer analysiert, die in sozialen Medien aktiv sind. Diese wurden in 14 Ketten von jeweils acht Personen aufgeteilt. Jeweils die erste Person in jeder Kette las ausgewogene, sachliche Nachrichtenartikel und sollte eine Nachricht an die nächste Person über die Geschichte schreiben. Der Empfänger musste dann wieder eine neue Nachricht für die nächste Person schreiben und so weiter.

Die sechste Person in jeder Kette erhielt die Nachricht von der vorherigen Person und auch den ursprünglichen, neutralen Nachrichtentext. In jeder der 14 Nutzer-Ketten wurden Geschichten über bedrohliche, negative Themen zunehmend schlimmer und führten zu Panik und Angst. Dieser Effekt wurde auch nicht gemildert, wenn die ursprünglichen unvoreingenommenen Fakten bei der sechsten Person wieder eingeführt wurden.

Nebeneffekt von Social Media

Die Ergebnisse der Studie zeigen laut den Forschern wichtige Faktoren der heutigen Gesellschaft. Die ständige Verbreitung von Nachrichten (korrekt und gefälscht), Gerüchten, Retweets und Nachrichten in sozialen Medien sei sehr kritisch zu beobachten. "Diese Forschungsarbeit erklärt, warum unsere Welt trotz der konsequenten Reduzierung von realen Bedrohungen immer bedrohlicher wird", resümiert Hills.

(Ende)
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