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Mo, 16.04.2018 06:05
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pte20180416002 Forschung/Technologie, Medizin/Wellness

Innovatives Gerät erlaubt narbenfreie Hautbiopsie

Bereits wenige Hautzellen reichen für Krebs- und andere Diagnosen
Kleiner Stich: Biopsie auch bei Kindern leicht (Foto: unisa.edu.au)
Kleiner Stich: Biopsie auch bei Kindern leicht (Foto: unisa.edu.au)

Adelaide (pte002/16.04.2018/06:05) - Forscher der University of South Australia http://unisa.edu.au haben ein Mikrobiopsie-Gerät entwickelt, das eine Diagnose von Hautkrankheiten einfacher und für Patienten weniger belastend macht. Denn es sammelt mit einer Nadel nur einige Hautzellen. Das hinterlässt keine störenden Narben, auch nicht bei Anwendung am Gesicht. Somit könnte das Gerät beispielsweise eine einfachere Früherkennung von Hautkrebs ermöglichen.

Kompakt-Biopsie fürs Gesicht

Bei Verdacht auf Hautkrebs oder andere Erkrankungen, führen Ärzte eine Biopsie durch. Dazu wird in einem kleinen chirurgischen Eingriff ein Stück Haut entnommen, was eine kleine Narbe hinterlässt. Gerade im Gesicht ist das für Patienten unerfreulich. Das neue Gerät miniaturisiert diesen Vorgang nun. Eine nur einem halben Millimeter breite Nadel macht einen winzigen Stich, der keine langfristig sichtbare Spur hinterlässt. Die Idee dazu stammt laut Teamleiter Tarl Prow, Nanomediziner an der University of South Australia, vom Diabetes-Test. Wie er gegenüber "New Atlas" erklärt, hinterlassen die von Diabetikern genutzten Nadeln sogar tiefere Einstiche als das neue Mikrobiospie-Gerät.

Daher könnte das Gerät sehr interessant für die Hautkrebs-Erkennung sein. Denn mit zunehmendem Alter haben Menschen öfter sichtbare Hautveränderungen an Stellen, die der Sonne stärker ausgesetzt sind - also beispielsweise im Gesicht. "Die Idee bei der Mikrobiopsie ist, dass wir im Gesicht, am Kopf, wo man keinen chirurgischen Eingriff will, eine kleine Probe entnehmen und sehen können, ob das bösartig ist oder nicht", erklärt Prow. Anfang 2019 soll eine Studie zur Nutzung in der Hautkrebs-Diagnose erfolgen, bis 2023 soll der Test zugelassen und auf dem Markt verfügbar sein.

Ein bereits bewährter Ansatz

Das Mikrobiopsie-Gerät als kompaktes Diagnosewerkzeug hat sich bereits als möglicher Segen für Entwicklungsregionen erwiesen. Forscher der Hebrew University haben bereits 502 Stück in Afrika eingesetzt. "Angesichts der vielen parasitären Erkrankungen in Afrika, wo Menschen keinen Zugang zu einem Krankenhaus haben, wurde eine Studie durchgeführt, bei der sie in Nordäthiopien hunderte Kinder und Erwachsene mit dem Gerät getestet haben", so Prow. Er betont auch, dass die Entnahme kleiner Proben per Mikrobiopsie gerade bei Kindern viel einfacher geht als eine klassische Biopsie.

(Ende)

Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Thomas Pichler
Tel.: +43-1-81140-314
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