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pte20180110010 Computer/Telekommunikation, Medizin/Wellness

Experten widerlegen Nackenschmerz durch Handy

"Gleiche Haltung wie beim Buchlesen" - 150 Personen genau untersucht

Blick aufs Display: Nacken unbeeindruckt (Foto: Paul-Georg Meister, pixelio.de)
Blick aufs Display: Nacken unbeeindruckt (Foto: Paul-Georg Meister, pixelio.de)

London (pte010/10.01.2018/10:30) - Der Nacken nimmt durch lange Handy-Nutzung keinen Schaden. Laut Physiotherapeuten der Chartered Society of Physiotherapy http://csp.org.uk (CSP) besteht kein Zusammenhang zwischen einem sogenannten "Text-Nacken" und dem Smartphone.

Wie Bücherlesen ungefährlich

"Wenn Menschen auf ihr Smartphone schauen, tun sie es auf die gleiche Weise, wie sie auch ein Buch lesen - und das haben wir bereits seit ein paar Jahrhunderten ohne Probleme getan. Ich bezweifle, dass man im alten Griechenland unter einem Text-Nacken gelitten hat", erklärt der CSP-Pressesprecher Ash James. Die Experten melden sich zu Wort, nachdem eine brasilianische Studie, die im "European Spine Journal" publiziert wurde, keinen Zusammenhang zwischen der Intensität der Handy-Nutzung und Nackenproblemen von 150 Probanden festgestellt hat.

"Das Gerücht um einen Text-Nacken hat sich in der heutigen Zeit sehr stark verbreitet, aber die Forschung zeigt, dass da nicht viel Wahres dahinter steckt", so James. "Die brasilianische Studie hat gezeigt, dass die Menschen mit Nackenschmerzen ihr Smartphone nicht öfter genutzt haben als die anderen ohne Beschwerden. Es gab ja beispielsweise in den 1950er-Jahren auch keinen 'Zeitungs-Nacken'", resümiert James.

Viele Faktoren ausschlaggebend

Laut den CSP-Experten spielen in den meisten Fällen sehr viele Faktoren zusammen, dass Nacken- oder Rückenschmerzen entstehen. Man könne dies nicht einer einzigen Bewegungsform zuschreiben. "Die Verwendung von Smartphones ist wahrscheinlich eine Begleiterscheinung der Entwicklung von Nackenschmerzen. Mehr Entspannung, viel Bewegung und es sollte dir besser gehen", meint James abschließend.

(Ende)
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Ansprechpartner: Sabrina Manzey
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