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Mi, 10.01.2018 06:00
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pte20180110001 Medizin/Wellness, Politik/Recht

Marihuana-Legalisierung: Vorerfahrungen prägen

Auswirkungen bei Teens in Oregon hängen von früherem Konsum ab
Joint anzünden: Legalisierung ohne massive Folgen (Foto: pixelio.de, Petra Bork)
Joint anzünden: Legalisierung ohne massive Folgen (Foto: pixelio.de, Petra Bork)

Eugene (pte001/10.01.2018/06:00) - Die Folgen der Legalisierung von Marihuana in Oregon hängen davon ab, ob zum Zeitpunkt der Gesetzesänderung bereits konsumiert wurde. Die Zahl der Drogenkonsumenten veränderte sich nach der Legalisierung nicht deutlich, so eine Studie von Forschern des Oregon Research Institute http://ori.org . Es zeigte sich jedoch eine Zunahme der Häufigkeit des Konsums bei jenen, die die Droge schon konsumierten.

8. und 9. Klassen untersucht

Bei Teenagern, die bereits in der 8. Klasse Marihuana versucht hatten, erhöhte sich die Frequenz des Konsums im folgenden Jahr um 26 Prozent - und zwar bei jenen, die nach der Legalisierung in der 9. Klasse waren. Laut Studienautorin Julie C. Rusby sollte bei politischen Entscheidungen berücksichtigt werden, welche Auswirkungen diese auf Teenager haben. Trotz des Verbots vor dem 21. Lebensjahr seien Veränderungen der Haltung, das Alter des ersten Kontakts und die Häufigkeit des Konsums mit einzubeziehen.

Als in Oregon der legale Verkauf von Marihuana zum Freizeitgebrauch im Oktober 2015 begann, untersuchten die Forscher bereits den Drogenkonsum bei Schülern der 8. und 9. Klassen. Durch dieses ideale Timing konnten sie Daten über den Konsum von Marihuana vor und nach der Legalisierung sammeln. Zusätzlich erlaubte Oregon Landkreisen und Städten, den Verkauf der Droge zu verbieten. Das Team konnte daher auch die Auswirkungen dieser politischen Entscheidungen auf den Drogenkonsum der Teenager untersuchen.

Breit gefächerte Befragungen

Teens aus elf ländlichen Mittelschulen sowie aus Vororten in sieben Distrikten beantworteten Umfragen zu ihrem Konsum von Marihuana, ihrer Haltung dazu und ihrer Bereitschaft, die Droge zu konsumieren. Die Eltern beantworteten zusätzlich Fragen zu ihrer eigenen Nutzung. Der Zusammenhang zwischen der Legalisierung und den konsumbezogenen Veränderungen bei Teenagern unterschied sich je nach Verkaufspolitik der Kommunen.

Jugendliche aus Kommunen, die später den Verkauf verboten und vor der Legalisierung befragt wurden, zeigten weniger wahrscheinlich eine Bereitschaft und die Absicht zum Auszuprobieren als jene aus Kommunen, in denen der Verkauf später legal wurde. Ebenso erhöhte sich der Konsum im Frühjahr der 9. Klasse weniger als bei den anderen.

Jugendliche aus Gemeinden, in denen der Verkauf legal wurde, verfügten im Frühjahr der 8. Klasse über einen geringeren Konsum. Ein Jahr später hatte sich der Konsum bei diesen Jugendlichen fast verdoppelt. Es konnten keine Unterschiede bei der Legalisierung und den politischen Entscheidungen der Kommunen im Zuge der Auswertung der Angaben der Eltern zu ihrem eigenen Konsum festgestellt werden.

(Ende)

Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Moritz Bergmann
Tel.: +43-1-81140-300
E-Mail:
Website: www.pressetext.com
pressetext.redaktion
   
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