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Fr, 13.10.2017 06:05
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pte20171013002 Medizin/Wellness, Forschung/Technologie

Autismus: Diagnose in USA hängt vom Umfeld ab

Weniger Geld sowie Bildung laut neuer Erhebung relevante Faktoren
Autismus: Unterschiede bei Diagnose (Foto: pixelio.de, Stephanie Hofschlaeger)
Autismus: Unterschiede bei Diagnose (Foto: pixelio.de, Stephanie Hofschlaeger)

Madison (pte002/13.10.2017/06:05) - Kinder in Vierteln mit niedrigem Einkommen und Erwachsenen, die über einen Bachelor-Abschluss verfügen, wird weniger wahrscheinlich eine Autismus-Spektrum-Störung diagnostiziert als in wohlhabenderen Stadtteilen. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der University of Wisconsin-Madison http://wisc.edu in ihrer neuen Studie. Während der achtjährigen Laufzeit erhöhte sich das Auftreten der Krankheit deutlich. Insgesamt verdoppelte sich die Verbreitung von 6,6 auf 14,7 Fälle pro Tausend Kinder.

Eingeschränkter Zugang

Forschungsleiterin Maureen Durkin wollte herausfinden, ob diese Zunahme durch Fortschritte bei Screening-Techniken und in der medizinischen Ausbildung zurückzuführen sind, durch die auch Kinder aus benachteiligten Familien Zugang zu Diagnose und Unterstützung erhielten. "Das scheint jedoch nicht der Fall zu sein", fasst Durkin zusammen.

Das Team analysierte Daten zu Ausbildung und Gesundheitsversorgung von 1,3 Mio. Achtjährigen aus einem Überwachungsprogramm der Centers for Disease Control and Prevention, das in elf US-Bundesstaaten durchgeführt wird. Die Daten zum Auftreten von Autismus wurden mit jenen der Volkszählung zum sozioökonomischen Status, der Anzahl der Personen in einem Haushalt mit einem Bachelor-Abschluss, Armut und dem durchschnittlichen Haushaltseinkommen zusammengeführt.

Benachteiligung bei Diagnose

Unabhängig vom Indikator des sozioökonomischen Status zeigte sich, dass bei Kindern in Zensustrakten mit einer geringeren sozioökonomischen Entwicklung weniger wahrscheinlich eine Autismus-Spektrum-Störung diagnostiziert wurde. Durkin zufolge ist mit dem häufigeren Auftreten dieser Krankheit von Bedeutung, dass jene Kinder Hilfe erhalten, die sie am dringendsten brauchen. Die Studie beweise nicht, dass benachteiligte Kinder nicht die notwendige Versorgung erhalten, es sei jedoch das wahrscheinlichste Szenario.

Damit übereinstimmend ergab die Studie auch, dass Kinder mit geistigen Behinderungen genauso wahrscheinlich eine Diagnose einer Autismus-Spektrum-Störung erhielten - weil diese Entwicklungsverzögerungen früher bemerkt werden. Kinder erhalten Kontrolluntersuchungen, bei denen auch ein Autismus diagnostiziert wird. Die Ergebnisse wurden im "American Journal of Public Health" veröffentlicht. Derzeit untersuchen die Forscher Daten für den Zeitraum von 2010 bis 2016. Studien in Schweden und Frankreich, die über eine allgemeine Gesundheitsversorgung verfügen, fanden keinen Zusammenhang zwischen sozioökonomischen Status und der Anzahl der Diagnosen bei Autismus.

(Ende)

Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Moritz Bergmann
Tel.: +43-1-81140-300
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