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Di, 10.10.2017 10:30
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pte20171010010 Umwelt/Energie, Forschung/Technologie

Radar schlägt bei gefährlichen Monsterwellen Alarm

Smarte Software warnt Navigatoren rechtzeitig für Korrektur des Kurses
Landeanflug auf ein Wartungsschiff: Wellen-Radar hilft dabei (Foto: tudelft.nl)
Landeanflug auf ein Wartungsschiff: Wellen-Radar hilft dabei (Foto: tudelft.nl)

Delft (pte010/10.10.2017/10:30) - Forscher Peter Naaijen von der Technischen Universität Delft http://tudelft.nl hat ein Wellen-Radar für Schiffe entwickelt, das rechtzeitig Alarm schlägt, sollten sie zu hoch ausfallen. Die Vorwarnzeit beträgt fünf Minuten - genügend Zeit, um eine Kurskorrektur einzuleiten und Schaden von Schiff und Besatzung abzuwenden.

Ähnlich dem Regen-Radar

Naaijen machte sich zunutze, dass die Radargeräte, die auf nahezu jedem Schiff installiert sind, ohnehin die Wellen erfassen. Diese Daten werden jedoch herausgefiltert, um Kapitän und Steuermann nicht zu verwirren, denn die heranrollenden Wellen sind unerheblich für die Navigation. Die Wellenbilder sind zwar noch zu sehen, doch so blass, dass sie keine Hilfe sind, wenn gefährliche Wellen drohen.

"Sie können das mit einer Wettervorhersage vergleichen, die eine Regenchance von 30 Prozent prognostiziert", sagt Naaijen. "Dann wissen sie nicht genau, wann und wo der Regen fällt." Ein Regen-Radar sei jedoch speziell an diese Ausgabe angepasst, sodass es gut geeignet ist für exakte Vorhersagen. Das Wellen-Radar lasse sich mit dem Regen-Radar vergleichen. Es könne viel mehr zeigen als den Standort anderer Schiffe und das Ufer.

Intelligente Algorithmen

Das Gerät emittiert elektromagnetische Strahlen, die von allen Hindernissen reflektiert und zurückgeworfen werden, auch von den Wellen. "Wir analysieren die Rohdaten mit intelligenten Algorithmen", so der Delfter Forscher. "Im Grunde nutzen wir ein Abfallprodukt." Um das Radargerät an Bord zur Wellenprognose zu nutzen, muss also nur eine zusätzliche Auswert-Software aufgespielt werden.

Interessant ist dieses System vor allem für die Windindustrie bei Aufbau und Wartung von Offshore-Windenergieanlagen. Immer wieder geraten Helikopter beim Landen auf Wartungsschiffen in Bedrängnis, weil sich der Landeplatz wegen einer Welle plötzlich anhebt. Wenn diese Welle prognostiziert wird, kann der Pilot die Landung verzögern. Auch das Umladen von Gütern auf hoher See wird so ungefährlicher.

Gemeinsam mit einem einstigen Mitstudenten hat Naaijen mittlerweile Next Ocean http://nextocean.nl gegründet, ein Unternehmen, das die Wellen-Radar-Software vermarkten soll. Die Industrie habe ihn dazu ermuntert, die Erfindung zu einem Produkt weiterzuentwickeln. Dazu zählen Boskalis http://boskalis.com , ein niederländischer Spezialist für Seebaggerei sowie Allseas http://allseas.com , ein Schweizer Unternehmen, das Unterwasser-Pipelines verlegt.

(Ende)

Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Wolfgang Kempkens
Tel.: +43-1-81140-300
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