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Mo, 11.09.2017 06:10
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pte20170911003 Unternehmen/Finanzen, Politik/Recht

Großritannien: Brexit treibt Einstiegsgehälter mit an

Jetzt schon sinkende Nettomigration aus EU macht sich stark bemerkbar
Pfunde: Jobeinsteiger bekommen mehr Geld (Foto: Images Money, flickr.com)
Pfunde: Jobeinsteiger bekommen mehr Geld (Foto: Images Money, flickr.com)

London (pte003/11.09.2017/06:10) - Die Einstiegsgehälter in Großbritannien sind im August dieses Jahres so schnell gestiegen wie zuletzt im Oktober 2015. Das zeigen aktuelle Daten von IHS Markit http://ihsmarkit.com und der Recruitment & Employment Confederation (REC) http://rec.uk.com . Das liegt demnach nicht nur an einem 28-Monats-Hoch bei der Zahl der offenen Stellen. Besonders bei Arbeiterberufen wirft auch der Brexit seinen Schatten voraus, in Form einer bereits jetzt sinkenden Nettomigration aus der EU.

Viel Bedarf, sinkendes Angebot

"In vielen Segmenten des Arbeitsmarkts genügt das Angebot an Kandidaten der Nachfrage nicht", sagt REC-Geschäftsführer Kevin Green. "Arbeitgeber müssen mehr Geld bieten, um sich Leute mit den benötigten Fähigkeiten zu sichern." Denn in allen Wirtschaftsbereichen Großbritanniens ist zuletzt die Zahl der zu besetzenden Dauerstellen gestiegen, wobei im August der stärkste Anstieg in den Bereichen IT und Buchhaltung zu verbuchen war. Im höherqualifizierten Bereich besteht Greene zufolge derzeit ein großer Bedarf an Finanzchefs, Analysten sowie Compliance- und HR-Experten.

"Zugleich gibt es einen signifikanten Mangel an Kräften für Arbeiterjobs wie Fahrer, Elektriker und Bauarbeiter. Das wird durch einen Fall der Nettomigration aus der EU verschärft", so Greene. Denn seit dem Brexit-Votum verlassen mehr EU-Bürger Großbritannien, als sich neu niederlassen. Eben das hat entscheidend dazu beigetragen, dass die Nettomigration in Großbritannien insgesamt mit Ende März auf ein Drei-Jahres-Tief gefallen ist.

Endlich gute Neuigkeiten

Für britische Arbeitnehmer freilich sind die steigenden Einstiegsgehälter endlich einmal gute Neuigkeiten. Denn durch einen fallenden Pfund-Kurs getriebene Preissteigerungen haben dazu geführt, dass die Reallöhne in Großbritannien laut Daten des Office for National Statistics http://ons.gov.uk im zweiten Quartal 0,5 Prozent unter dem Vorjahreswert lagen. Die Arbeitslosigkeit in Großbritannien ist dabei so niedrig wie zuletzt Anfang 1975.

(Ende)

Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Thomas Pichler
Tel.: +43-1-81140-314
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