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Mi, 19.07.2017 12:30
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pte20170719019 Umwelt/Energie, Forschung/Technologie

Neuer Hightech-Molch findet selbst kleinste Lecks

Marode Wasserleitungen lassen sich künftig viel leichter überprüfen
Hightech-Molch im Einsatz: Ergebniskurven zeigen Lecks (Grafik: web.mit.edu)
Hightech-Molch im Einsatz: Ergebniskurven zeigen Lecks (Grafik: web.mit.edu)

Cambridge (pte019/19.07.2017/12:30) - Nicht einmal das kleinste Leck entgeht einem von MIT-Forschern http://web.mit.edu entwickelten Hightech-Molch, der durch Pipelines wie Trinkwasserleitungen geschickt wird. Das flexible Gerät ähnelt einem Federball, der mit der Schlagseite voran durch das Rohr driftet. Es besteht aus einem gummiartigen Material, das den gesamten Rohrquerschnitt ausfüllt. Die Entwickler wollen den Molch im September auf der International Conference on Intelligent Robots and Systems in Vancouver vorstellen.

Wasser kann weiterfließen

Die Funktionsweise der Innovation ist so einfach wie effizient: Sensoren im Inneren messen den Druck, der sich ändert, wenn der Molch ein Leck oder eine Auswölbung erreicht, die den Rohrquerschnitt reduziert. Die Formänderung überträgt sich auf den flexiblen Körper des Geräts. Der Molch lässt sich an jedem Hydranten ins Rohrnetz einschleusen und anschließend wieder herausholen.

Das Team um Maschinenbau-Professor Kamal Youcef-Toumi testet das Lecksuchsystem in diesem Sommer in einer Zwölf-Inch-Wasserleitung aus Beton im mexikanischen Monterrey. Die Wasserversorgung geht während des Einsatzes unverändert weiter. Zur Reparatur muss das Wasser aber abgeschaltet werden. Lecks lassen sich oft durch Kunststoffnetze abdichten, die sich an die Innenseite des Rohrs schmiegen. Epoxidharz gibt ihnen die benötigte Stabilität.

Lecks kosten Millionen Dollar

Die Verwaltung der Millionenstadt Monterrey hat großes Interesse an der Lecksuche. Dort gehen 40 Prozent des Trinkwassers verloren, weil die Leitungen brüchig sind. Der Schaden beträgt pro Jahr etwa 80 Mio. Dollar. In anderen Ländern sieht es nicht viel besser aus. In Europa und den USA sind es im Durchschnitt 20 Prozent, die durch Lecks austreten. In manchen Fällen spült das austretende Wasser Hohlräume aus, die zuweilen einstürzen. Sie gefährden den Straßenverkehr und die Standfestigkeit von Gebäuden.

Besonders teuer sind Lecks in Saudi-Arabien. Das Land verliert etwa ein Drittel seines Trinkwassers, das zu überwiegenden Teilen aus Meerwasser gewonnen wird, was besonders teuer ist. Aus diesem Grund interessiert sich Pipetech LLC für die Tests in Mexiko, eine Service-Firmen für Pipelines in Al Khobar, Saudi-Arabien. You Wu, der zum Team von Youcef-Toumi gehört, staunt selbst über die Empfindlichkeit des Molchs. "Er fand ein Leck, aus dem pro Minute eine Gallone Wasser floss", verdeutlicht You Wu. Die kleinsten Lecks, die konventionelle Molche entdecken können, seien zehnmal so groß.

(Ende)

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Ansprechpartner: Wolfgang Kempkens
Tel.: +43-1-81140-300
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