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Bewusstsein entsteht nicht im Gehirn: Erforschung von Nahtoderfahrungen

Kardiologe und Nahtod-Forscher Pim van Lommel im Interview


Pim van Lommel (Foto: Spiraldynamik®)
Pim van Lommel (Foto: Spiraldynamik®)

Zürich (pts005/22.06.2016/06:45) - Die Erforschung von Nahtoderfahrungen steht erst ganz am Anfang. Man weiss zwar noch nicht, wie und warum sie entstehen. Sicher ist aber: "Bewusstsein braucht kein funktionierendes Gehirn", sagt der holländische Kardiologe und Nahtod-Forscher Pim van Lommel. Im folgenden Interview beantwortet er wesentliche Fragen zum Thema.

Als Kardiologe haben Sie manchen Kampf um Leben und Tod geführt. Was war Ihre erste Begegnung mit einem Nahtoderlebnis?
Pim van Lommel: Ende der 60er Jahre arbeitete ich als junger Assistenzarzt auf der Intensivstation. Ein 55 Jahre alter Patient erlitt drei Tage nach seinem Herzinfarkt plötzlich einen Herzstillstand. Sein Herz begann erst nach dem zweiten Versuch mit dem Defibrillator wieder zu schlagen. Wir waren sehr erleichtert - er selbst dagegen war sehr enttäuscht. Der Mann war vier Minuten bewusstlos gewesen und erzählte mir nach seinem Aufwachen begeistert von Lichtern, von Musik, von wunderschönen Landschaften und von tiefem Frieden, den er erlebt hatte.

Wie sind Sie dazu gekommen, Nahtoderlebnisse wissenschaftlich zu untersuchen?
In meinem Beruf habe ich sehr viele Menschen wieder belebt - alle waren froh, auch ich als Arzt. Alle, ausser die Patienten mit einer Nahtoderfahrung (NTE). Sie wollten am Liebsten "dort" bleiben. Das hat mich neugierig gemacht. Ich hatte ja in der Universität gelernt, dass wenn man bewusstlos ist, man auch kein Bewusstsein mehr haben kann.
Nachdem ich 1986 ein Buch über NTE gelesen hatte, habe ich begonnen, meine Patienten systematisch zu befragen, ob sie sich an etwas erinnern konnten. Zu meiner grossen Überraschung berichteten innerhalb von zwei Jahren von rund meiner 50 Patienten zwölf von einer NTE. Das war für mich der Auslöser, wissenschaftliche Studien durchzuführen.

Was ist eigentlich eine Nahtoderfahrung?
Nahtoderfahrungen können auftreten, wenn der Atem aussetzt, das Gehirn nicht mehr funktioniert und keine Körperreflexe und Hirnstammreflexe zu messen sind. Man kann also klinisch keine Lebenszeichen mehr feststellen. Und trotzdem haben Menschen ein klares Bewusstsein. Sie beschreiben die Vorgänge, die passierten, während sie klinisch tot waren. Manche Berichte sind auch überprüfbar. Wir hatten einmal einen Patienten im Koma, dem ein Krankenpfleger die Zahnprothese herausgenommen hatte, um den Beatmungsschlauch einzuführen. Als der Patient eine Woche später aus dem Koma erwachte, erkannte er sofort den Pfleger wieder und sagte: "Sie wissen, wo meine Zahnprothese ist!"

Was erleben die Patienten in dieser Zeit?
Die Erlebnisse sind sehr unterschiedlich: Manche sehen ein helles Licht am Ende eines Tunnels, manche hören Musik, andere berichten von schönen Landschaften oder erleben einen tiefen inneren Frieden. Ab und zu berichten die Patienten von einer ausserkörperlichen Erfahrung. Sie betrachten sich selbst von oben und beobachten zum Beispiel die Notoperation, die ihnen das Leben rettet.

Gibt es gemeinsame Faktoren?
Es gibt zwölf Elemente, wobei manchmal eins, zwei oder drei von ihnen vorkommen - oder auch alle. Aber die Elemente sind weltweit dieselben, in allen Zeiten, allen Kulturen und bei Religionszugehörigkeiten. Man fühlt keinen Schmerz mehr, man realisiert, dass man tot ist. Man kann auch eine ausserkörperliche Erfahrung haben, in der man von oben die Wiederbelebung wahrnimmt, oder den Unfall. Das ist übrigens auch verifizierbar durch Ärzte oder andere Zeugen. Man kann in einen dunklen Raum kommen, man sieht einen kleinen Lichtpunkt, auf den man zugeht. Man nennt das das Tunnelerlebnis. Manchmal ist man gleich vom Licht umgeben oder sieht ein Wesen aus Licht. Manche sehen schöne Farben, schöne Musik und manche begegnen verstorbenen Verwandten. Einige spüren eine vollkommene Liebe oder erfahren einen Lebensrückblick - jeder Gedanke aus dem Leben ist wieder da. Manche können auch einen Blick in die Zukunft werfen. Oder sie können bewusst in den Körper zurückkommen. Das ist oft schwierig für die Patienten, weil man wieder den Schmerz des Körpers spürt.

Kongress 12. November 2016 - alle Referenten im Interview:
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Website von Pim van Lommel:
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