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pte20140313004 Umwelt/Energie, Forschung/Entwicklung

Gratis-App misst globale Planktonbestände

Forschungsprojekt setzt auf Seefahrer zur Datensammlung


Secchi App: globales Projekt für die Wissenschaft (Foto: plymouth.ac.uk)
Secchi App: globales Projekt für die Wissenschaft (Foto: plymouth.ac.uk)

Plymouth (pte004/13.03.2014/06:15) - Wissenschaftler des Marine Institute der Plymouth University http://plymouth.ac.uk/marine haben eine neuartige App namens "Secchi" entwickelt, mit der die weltweiten Bestände an Phytoplankton neu vermessen werden sollen. Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, setzen die Forscher auf das gebündelte Engagement seefahrender Handy- und Tablet-User. Diese können selbst Teil des globalen wissenschaftlichen Projekts werden, indem sie kostenlos das entsprechende Programm herunterladen, auf ihren iOS- oder Android-Geräten installieren und damit auf ihren Reisen über die Weltmeere wertvolle Daten über die winzigen Planktonteilchen und die Effekte des Klimawandels sammeln.

Unklare Situation

"Da Phytoplankton an der Meeresoberfläche lebt, ist es von steigenden Meerestemperaturen aufgrund des Klimawandels betroffen", erklärt Richard Kirby, verantwortlicher Projektleiter an der Plymouth University. Ein im vergangenen Jahr publiziertes wissenschaftliches Paper deute darauf hin, dass die Planktonpopulation des Ozeans seit 1950 um etwa 40 Prozent zurückgegangen ist. "Die Forscher nehmen an, dass eine Erwärmung der Ozeanoberfläche die vertikale Vermengung der Wasserkolonnen reduziert hat. Dies würde zu einem verminderten Angebot an Nährstoffen aus tieferen Gewässern führen, was wiederum negative Effekte auf das Wachstum des Phytoplanktons haben kann", erläutert der Experte.

Diese Ergebnisse hätten jedoch zu heftigen Diskussionen unter den Wissenschaftlern geführt. "Einige gehen davon aus, dass es zu keiner Veränderung der Planktonbestände kommt, Andere wollen gar eine örtliche Erhöhung der entsprechenden Teilchen beobachtet haben", beschreibt Kirby die aktuelle Situation. "Da das Phytoplankton den Anfang der marinen Nahrungskette darstellt, müssen wir mehr darüber erfahren ob, wie und warum es sich verändert, um somit die Effekte auf die Ozeanbiologie zu verstehen. Wenn die Zahl der mikroskopisch kleinen Wesen tatsächlich abnimmt, hätte das Konsequenzen für alle Aspekte des marinen Lebens", betont der Wissenschaftler.

Einfaches Experiment

Um die weltweiten Bestände messen zu können, hat der Planktonbiologe in Kooperation mit Kollegen der School of Computing and Mathematics der Plymouth University eine Gratis-App für Seefahrer und Fischer entwickelt. Diese können an jedem Ort der Welt mithilfe einer leicht herstellbaren "Secchi Disk" ein einfaches Experiment durchführen. Dazu wird die an einem Maßband befestigte Scheibe über die Bootsflanke in das Wasser bis auf Sichttiefe abgesenkt. Dort sammelt sie dann Daten zur Phytoplanktonmenge im Meer, die von Kirby und seinem Team in einer zentralen Datenbank gespeichert werden.

Der Clou dabei: Das Ganze funktioniert auch an Orten, wo gerade keine Verbindung zum Internet hergestellt werden kann. "Teilnehmer erfassen so viel Secchi-Messwerte, wie sie wollen. Diese werden auf dem Handy als 'pending readings' gespeichert und können später, wenn ein Internetanschluss vorhanden ist, hochgeladen werden", verspricht der Projektleiter.



(Ende)
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