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pte20131125001 Forschung/Technologie, Medizin/Wellness

Alzheimer: Zusammenhang mit Kupferwerten im Blut

Hohes Risiko bei starker Konzentration - Neues Prüfverfahren entwickelt


Blutabnahme: Kupferwerte für Alzheimer entscheidend (Foto: pixelio.de, R. Sturm)
Blutabnahme: Kupferwerte für Alzheimer entscheidend (Foto: pixelio.de, R. Sturm)

Rom (pte001/25.11.2013/06:00) - Wissenschaftler der Associazione Fatebenefratelli per la Ricerca http://www.afar.it haben nachgewiesen, dass ein signifikanter Zusammenhang zwischen dem kognitiven Verfall bei Alzheimer und den im Blut vorhandenen Mengen an freiem Kupfer existiert. Überhöhte Konzentrationen dieses nicht an das Transportprotein Ceruplasmin gebundenen Kupfers wirken toxisch und erhöhen das Erkrankungsrisiko, so die Experten.

Check mit Fluorenzenzsonde

"Dieses Phänomen ist besonders hilfreich bei der Idenditfikation der als 'Mild Cognitive Impairment' bekannten Vorstufe, die der bis zum definitiven Ausbruch der Krankheit sechs Jahre dauernden Verdachtphase entspricht", bestätigt Projektleiterin Rosanna Squitti. Tatsächlich wurde in der Testgruppe mit normalen Kupferwerten eine nur 20-prozentige Wahrscheinlichkeit an Alzheimer zu erkranken, festgestellt. Das Alzheimer-Risiko bei den Probanden mit erhöhten Kupferwerten im Blut lag mit 50 Prozent deutlich höher.

Um den nur für Laborbedingungen geeigneten Test auch für breit angelegte klinische Zwecke anwendbar zu machen, hat die auf biomedizinische Forschung spezialisierte Firma Canox4drug http://canox4drug.com ein innovatives Verfahren entwickelt, das die Messung von nicht-ceruplasminischem Kupfer mit hoher Präzision und Schnellkeit ermöglicht. Dabei wird eine Blutprobe mithilfe einer Fluorenzenzsonde analysiert, die ihre Signale in Abhängigkeit von der Kupfermenge emittiert.

Breite Anwendbarkeit geplant

Diese bereits im Policlinico Agostino Gemelli http://www.policlinicogemelli.it in Rom angewandte Untersuchungsmethode soll in Kürze in vielen anderen mit der Alzheimer-Krankheit befassten Kliniken und Behandlungszentren des Landes zur Verfügung stehen. Die italienischen Wissenschaftler arbeiten inzwischen an einer Therapie, die eine Bekämpfung der Pathologie in diesem Vorstadium ermöglicht. Damit würden sich neue Wege auf den Gebieten der Vorsorge und Heilung der gefürchteten Alterskrankheit ergeben.

(Ende)
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Ansprechpartner: Harald Jung
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