Hightech

HIGHTECH

24.04.2019 - 10:30 | pressetext.redaktion
24.04.2019 - 09:20 | DATARECOVERY
24.04.2019 - 06:05 | pressetext.redaktion

MEDIEN

24.04.2019 - 13:30 | pressetext.redaktion
24.04.2019 - 06:15 | pressetext.redaktion
23.04.2019 - 13:30 | pressetext.redaktion
pte20121210004 Computer/Telekommunikation, Forschung/Technologie

Atomtests stören Satelliten-Navigation

GPS-Empfänger können Nuklearexplosionen lokalisieren


Nuklear-Gefahr: GPS-System leidet (Foto: pixelio.de, Bernd Wachtmeister)
Nuklear-Gefahr: GPS-System leidet (Foto: pixelio.de, Bernd Wachtmeister)

Wien (pte004/10.12.2012/06:15) - Atomtests verursachen Störungen in der Ionosphäre, die das Signal von GPS-Satelliten stören, wie Forscher der Ohio State University http://www.osu.edu herausgefunden haben. Das gilt selbst dann, wenn die Tests unterirdisch durchgeführt werden, berichtet ExtremeTech. Ein Teil der enormen Energiemenge, die bei der Detonation einer Atombombe freigesetzt wird, erreicht die Ionosphäre - jenen Schicht der Atmosphäre, die in ungefähr 80 Kilometern Höhe beginnt - in Form von Schallwellen und elektromagnetischer Strahlung. Das führt zu Störungen, die sich wellenförmig ausbreiten und das schwache Signal der Navigations-Satelliten stören.

Schlechtere Signalqualität

GPS-Satelliten bewegen sich üblicherweise in einem Orbit in ungefähr 20.000 Kilometer Höhe. Durch die geringe Sendeleistung kann das Signal auf dem Weg durch die Ionosphäre leicht durch Turbulenzen gestört werden. Das kann für Navigationsgeräte und Handys zu schlechteren Verbindungen oder gar zu Ausfällen führen. Die Forscher aus Ohio haben festgestellt, dass sie durch Analysen von Anhäufungen von Störungen in historischen GPS-Daten vergangene Atomexplosionen wie die US-Nukleartests der 1990er-Jahre oder Nordkoreas Versuche aus der Dekade darauf genau lokalisieren können.

Dieselbe Technik funktioniert auch mit Teleskopen. Weltweit müssen Observatorien die atmosphärische Turbulenzen aus ihren Bildern herausrechnen, um einen klaren Blick auf das Weltall zu gewährleisten. Die Verzerrungen der Ionosphäre durch atomare Explosionen machen sich auch hier bemerkbar, da sie von den natürlichen Störungen unterscheidbar sind. Als neue Standardmethode zum Aufspüren von Nukleartests eignen sich die beiden Methoden aber nicht. Seismometer, Strahlungsmessungen und militärische Satelliten mit speziellen Sensoren sind schneller und ermöglichen eine genauere Lokalisierung.

Einzelner Ausfall kein Indiz

Vom Ausfall des Navigationsdienstes für Mobiltelefone auf einen Atomtest im näheren Umfeld zu schließen, wäre allerdings übertrieben. Die Ursachen für einen Abbruch der Verbindung oder ein schwaches Signal können vielfältig sein. Nur wenn sich die Ausfälle in einem bestimmten Gebiet häufen, kann in bestimmten Fällen auf eine Nuklearexplosion geschlossen werden. Ein Video, das die weltweit zwischen 1945 und 1998 detonierten Atombomben im Zeitraffer zeigt, gibt es hier:



(Ende)
Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Markus Keßler
Tel.: +43-1-81140-305
E-Mail: kessler@pressetext.com
Website: www.pressetext.com
|
|
98.217 Abonnenten
|
170.753 Meldungen
|
68.100 Pressefotos
Top