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pte20121005021 Medizin/Wellness, Forschung/Technologie

Synthetische Hornhaut-Prothese heilt Blindheit

Künstliche Kornea schon bald direkt am Menschen einsetzbar


ArtCornea in Pinzette: J. Storsberg demonstriert Linse (Foto: Fraunhofer IAP )
ArtCornea in Pinzette: J. Storsberg demonstriert Linse (Foto: Fraunhofer IAP )

Potsdam (pte021/05.10.2012/16:45) - Hornhauterkrankungen im Auge, die Hauptursache für Blindheit sind, können mit einer synthetischen Kornea geheilt werden. Joachim Storsberg, Experte für Augenheilkunde des Fraunhofer-Instituts für Polymerforschung http://www.iap.fraunhofer.de in Potsdam, hat dieses künstliche Transplantat hergestellt, da Hornhaut-Spender nur schwierig zu finden sind. Allein in Deutschland weisen jährlich 7.000 Menschen eine Hornhauterkrankung auf.

Heilung hängt häufig von Erkrankung ab

Mittlerweile gibt es bereits mehrere Arten von Augenprothesen, die bei Erblindeten Erfolg gezeigt haben. Die neue Kornea besteht aus einem wasserabstoßenden Polymer-Material, dessen Optik optimiert und verkleinert wurde. Der Linsenrand hingegen wurde vergrößert, um eine bessere Stabilität im Auge zu gewährleisten.

Die Möglichkeit, Patienten das Augenlicht wieder zurückzugeben, hängt jedoch von der Erkrankung, die zur Blindheit geführt hat, ab. "Wenn dabei die Hornhaut betroffen ist, sie zum Beispiel trüb oder verletzt ist, dann kann man diese wieder heilen", sagt Storsberg, Preisträger des Joseph-von-Fraunhofer-Preises 2010, im Interview mit pressetext. Wenn eine Erblindung jedoch durch eine irreversible Verletzung der Nerven oder Netzhaut erfolgt, so können diese nicht wieder reversiert werden.

Hoffnung für Patienten ohne Spender-Hornhaut

"Es gibt unzählige Hornhaut-Erkrankungen; unter anderem Infektionen, angeborene, systemische oder virale Erkrankungen sowie chronische Entzündungen, aber auch starke Verletzungen durch Verbrennungen und Verätzungen", sagt der Experte. Die neue künstliche Augenhornhaut, auch Keratoprothese genannt, soll künftig denjenigen Patienten implantiert werden, für die es keine Spenderhornhaut gibt. Diese wurde bereits an Kaninchen erprobt, bei denen sie sich gut einwachsen konnte und zu keinen immunologischen Problemen führte.

Die Tests im Tierversuch erfolgten einwandfrei und ohne Komplikationen. "Idealerweise sollte eine Hornhaut nur einmal implantiert werden, denn Operationen sind immer mit Schmerzen und der Gefahr von Komplikationen verbunden", so der Spezialist. Zum Wohl des Patienten sei es wünschenswert, wenn eine Hornhaut nur einmal eingesetzt würde und für das restliche Leben komplikationsfrei im Auge bleiben könne. Die Implantationen beim Menschen werden in Kürze beginnen.

(Ende)
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