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pte20120622004 Unternehmen/Wirtschaft, Bildung/Karriere

Belohnung lässt härter arbeiten als Bestrafung

Vorteil vor allem durch Vertrauensaufbau in Vorgesetzte


Karotte: Wirksamer als der Stockeinsatz, sagen Forscher (Foto: Flickr/Audrey)
Karotte: Wirksamer als der Stockeinsatz, sagen Forscher (Foto: Flickr/Audrey)

East Lansing/Braunschweig (pte004/22.06.2012/06:15) - Die Aussicht auf Belohnung motiviert Mitarbeiter mehr als die Androhung einer Strafe. Das behaupten Forscher der Michigan State University http://msu.edu im Fachblatt "The Accounting Review". "Angestellte, die Belohnungen für ihre Anstrengungen erhalten, werden härter arbeiten, ihre Produktivität verbessern und wahrscheinlich auch den Gewinn erhöhen", berichtet Studienautorin Karen Sedatol über die Ergebnisse ihrer Experimente.

Karotte schlägt Stock

Die Wissenschaftler ließen Versuchspersonen die Rolle von Abteilungsleitern und Angestellten übernehmen, in deren Verträgen nicht alle Eventualitäten geregelt sind. Ein Teil davon arbeitete in einem Bonus-Programm, anderen wurden Sanktionen in Aussicht gestellt. Erstere strengten sich im Experiment mehr an, was die Forscher vor allem auf das gesteigerte Vertrauen in den Vorgesetzten bei Belohnung zurückführen, während Strafen Misstrauen erhöhen. "Chefs erreichen mit der Karotte mehr als mit dem Stock", schlussfolgert Sedatol.

Auf ein ähnliches Ergebnis sind holländische Soziologen bereits 2009 gekommen: Menschen werden zuverlässiger, wenn man ihnen einen Vertrauensvorschuss schenkt. Als Ursachen sehen die Forscher den natürlichen Drang, einem entgegengebrachten Vertrauen zu entsprechen und konsequent zu sein. Belohnung bringe deshalb sowohl in der Erziehung von Kindern als auch in Arbeitsbeziehungen mehr Erfolg als Bestrafung (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/20090701031 ).

Begeisterung wecken

"Motivation läuft vor allem über Vertrauen", bestätigt Michael W. Busch vom Lehrstuhl für Organisation und Führung der TU Braunschweig http://tu-braunschweig.de/orgfue gegenüber pressetext. Belohnung könne in der Praxis nicht nur materiell, sondern auch immateriell sein, wie etwa Lob und das Aussprechen von Anerkennung, worin viele Vorgesetzte allerdings wenig kompetent seien. Negative Anreize und Angst könnten zwar ebenso zu Höchstleistungen anspornen, oft jedoch zum Preis der Gesundheit und Nachhaltigkeit.

Allerdings sei Vertrauen sehr fragil und schwinde schnell, zudem kann Belohnung laut Busch auch zum sogenannten "Crowding-Out-Effekt" führen und zum einzigen Antrieb werden. Manche Experten pochen deshalb lieber auf die intrinsische Motivation. "Gute Leistung gelingt dort, wo Menschen Freude und Begeisterung für die Sache zeigen und mit ihr verschmelzen. Es geht um emotionales Aufladen sowie darum, sich selbst Ziele zu stecken und diese zu erreichen", so der Experte für Unternehmensführung.

Originalstudie unter http://bit.ly/M9lBAZ

(Ende)
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