pte20120614020 Technologie/Digitalisierung, Produkte/Innovationen

Raspberry Pi hilft Drohne bei Rettungsmissionen

Open-Source-Flieger überwacht Katastrophengebiete


Flugdrohne: Raspberry Pi und Arduino an Bord (Foto: OpenRelief)
Flugdrohne: Raspberry Pi und Arduino an Bord (Foto: OpenRelief)

London/Tokio (pte020/14.06.2012/13:45) Das OpenRelief-Project http://openrelief.org hat auf der LinuxCon in Japan http://bit.ly/LinuxConJapan seine laufende Entwicklung, eine autonom fliegende Drohne, vorgestellt. Diese soll in Disasterzonen Informationen für die Hilfskräfte sammeln und damit gegebenenfalls Leben retten. Dabei verzichtet man auf teure Spezialhardware und lässt dafür den 30-Dollar-PC Raspberry Pi im Inneren des Fliegers werken.

Roboter erstellt Karten

Nach einigen Verzögerungen hat die Auslieferung des Bastler-Rechners mittlerweile begonnen. Der hauptsächlich für Bildungszwecke vorgesehene Raspberry Pi (pressetext berichtete: http://pte.com/news/20111123026 ) ist aufgrund seines modularen Aufbaus, der unterschiedlichen Anschlüsse und Ausgänge sowie Offenheit der Plattform extrem vielseitig und kann für verschiedenste Projekte - vom Laptop bis zum Mediaplayer - eingesetzt werden.

Die Drohne von OpenRelief erinnert an ein ferngesteuertes Flugzeug. Das kleine Luftfahrzeug, dessen Flugtests bereits begonnen haben, soll jedoch selbständig abheben und landen können. Seine Aufgabe ist es, die Umgebung zu fotografieren, zu filmen und GPS-unterstützt Karten zu erstellen. Gleichzeitig lassen sich über optional anschließbare Sensoren auch die Umweltbedingungen erforschen, berichtet The Register. Entsprechend ausgerüstet könnte die Drohne die lokale Verseuchung durch radioaktive Strahlung messen.

Drohne erkennt Menschen

Über die Analyse der Bilder von der SONY-Super-HAD-II-Kamera werden genauere Informationen gesammelt. "Wenn der Roboter fertig ist, wird er klein genug sein, um von überall zu starten und ist dann klug genug, um Straßen, Menschen und Rauch zu unterscheiden", so Shane Martin Coughlan, einer der beteiligten Berater. Dies erleichtert Hilfskräften die Koordinierung und ermöglicht die schnelle Identifikation möglicher Brandstellen.

Arduino am Steuer

Ursprünglich hat das Team für die Entwicklung die Beagleboard-Plattform genutzt, wechselte aber aus Gründen der Software und Kompatibilität zum Raspberry Pi. Der Kleinrechner ist nun für die Ansteuerung der Sensoren und Auswertung ihrer Daten zuständig. In der Luft gehalten wird der Flieger von einem Arduino-Board in Verbindung mit der Software "ArduPlane", die von der DIYDrones-Community entwickelt wird.

OpenRelief stellt sowohl den Quellcode sämtlicher selbsterstellter Software als auch die Baupläne des Projektes online. Letztlich sollen ambitionierte Bastler in der Lage sein, das intelligente Hilfsgerät nachzubauen. Als Kostenpunkt ist ein Bereich zwischen 750 und 1.000 Dollar anvisiert. Ende des Jahres soll die Flugdrohne endgültig "Ready for Take-off" sein.

(Ende)
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