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pte20120403025 Umwelt/Energie, Forschung/Technologie

Pestizid-Alarm: Nutztier Biene bleibt bedroht

GLOBAL 2000 kritisiert AGES' Umgang mit "Melissa"-Bericht

Bienen: Umweltorganisation rügt AGES (Foto: pixelio.de, M. Dumat)
Bienen: Umweltorganisation rügt AGES (Foto: pixelio.de, M. Dumat)

Wien (pte025/03.04.2012/13:30) - Die Biene ist nach Rind und Schwein das drittwichtigste Nutztier und ihre Bestände weltweit seit Jahren stark rückläufig. Die Umweltschutzgruppe GLOBAL 2000 http://global2000.at hat heute, Dienstag, den sogenannten Melissa-Bericht der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) http://ages.at zum Anlass genommen, um keinerlei Entwarnung zu geben. Zudem konnten in den Bienenproben als "völlig unerwartetes und erschreckendes Ergebnis" fünf schon lange verbotene Pestizide nachgewiesen werden.

Bestäubungsleistung unbezahlbar

Laut Elisabeth Köstinger, Österreichs Agrarsprecherin im EU-Parlament, ist der Imkereisektor ein wichtiger Bestandteil der europäischen Landwirtschaft - mit ökonomischem wie ökologischem Wert. Dieser dient über 600.000 EU-Bürgern als Haupt- oder Nebeneinkommensquelle. EU-Parlamentarierin Karin Kadenbach schätzt den Wert der Bestäubungsleistung von Bienen auf rund 153 Mrd. Euro, was 9,5 Prozent der gesamten für die Ernährung des Menschen genutzten Agrarproduktion entspricht.

"Wenn sich das Bienensterben fortsetzt, wird dies riesige Kosten für die Ernährungskette, für die Lebensmittelsicherheit für das Ökosystem und insgesamt für unsere Gesundheit haben", befürchtet Köstinger. Eine "mathematische Operation" sei es nun, welche laut Helmut Burtscher von GLOBAL 2000 die AGES dazu gebracht habe, in Österreich von einer "signifikanten Reduktion von Bienenverlusten" zu sprechen. Bei Fällen mit Vergiftungsverdacht sei sogar eine "klar fallende, statistisch signifikante Entwicklung" feststellbar.

Neuer Pestizid-Skandal

Laut GLOBAL 2000 zieht die AGES aus dem mehrjährigen Forschungsprojekt die falschen Schlüsse. So sei richtigerweise zur Bekämpfung des Maiswurzelbohrers, einem verbreiteten Schädling, vorrangig die Fruchtfolge zielführend. "Dennoch findet es die AGES zusätzlich notwendig, Pflanzenschutzmittel zu dessen Eindämmung verfügbar zu haben", wundert sich Burtscher. Genau diese Maisbeizmittel würden nämlich die für Bienen so gefährlichen Neonicotinuide enthalten und seien in Deutschland wie Frankreich längst verboten.

Längstens untersagt seien hierzulande auch die in den Bienenproben festgestellten Pestizide Parathion, Phosalone, Metolachlor, Diphenylamin und Chlorfenvinphos. "Es scheint, als hat das besagte Melissa-Projekt ganz nebenbei einen riesigen Pestizid-Skandal aufgedeckt", sagt Burtscher. GLOBAL 2000 fordert, dass das Lebensministerium "nun endlich die richtigen Konsequenzen aus dem Melissa-Projekt zieht".

(Ende)
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