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Di, 20.03.2012 16:45
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pte20120320028 Umwelt/Energie, Medizin/Wellness

Klimawandel setzt Gesundheit erheblich zu

Verstärkte Zunahme von Parasiten in untypischen Regionen erwartet
Pusteblume: Pollenflug ändert sich durch Klimawandel (Foto: pixelio.de, Roßmann)
Pusteblume: Pollenflug ändert sich durch Klimawandel (Foto: pixelio.de, Roßmann)

Sacramento/Hamburg (pte028/20.03.2012/16:45) - Der Klimawandel wirkt sich gravierend auf die Gesundheit von Menschen aus. Eine Studie der American Thoratic Society http://thoracic.org hat ergeben, dass Asthma, Allergien, Infektionskrankheiten und Herz-Kreislauferkrankungen weltweit zunehmen. Die Ursache ist der Klimawandel. "Man befürchtet die Zunahme von Parasiten in Gebieten, wo es sie vorher nicht gab, wie etwa Malaria-Mücken in den Bergen", erklärt Elina Marmer, Meteorologin und Sozialwissenschaftlerin beim Klimacampus Hamburg http://clisec.zmaw.de , gegenüber pressetext.

Folgen für Atemwege

Laut der Expertin wird durch Überflutung häufig das Trinkwasser verunreinigt, was sich auch auf die Gesundheit auswirkt. Es betrifft sämtliche Regionen, wie auch die US-Ärzte erklären. "Wir haben untersucht, wie sich der Klimawandel auf die Atemwegserkrankungen weltweit auswirkt", sagte Kent Pinkerton von der UC Davis School of Medicine http://som.ucdavis.edu . Die Studie beschreibt ein komplexes Netz von miteinander verbundenen Auswirkungen auf die Gesundheit der Atemwege durch den globalen Klimawandel.

So wurden etwa Schimmelsporen, die bisher nur in Mittelamerika gesehen wurden, in Vancouver gefunden - sehr viel weiter im Norden also. Diese Schimmelsporen fördern den Anstieg von Allergien und Asthma. "Es gibt nicht nur die direkten Auswirkungen, dass sich Asthma weiter verbreitet durch mehr Feinstaub in der Atmosphäre, durch die Wüstenbildung erhöht sich auch die Menge der Pollen, weil die Pflanzen länger blühen. Das ist auch ein Auslöser von Asthma", sagt Pinkerton.

Besondere Gruppen gefährdet

Nach extremen Wetterereignissen - wie Hurrikan Katrina oder den indonesischen oder japanischen Tsunamis - kann es auch zu einem Anstieg und dem Ausbruch von Infektionskrankheiten führen. "Es gibt Menschen, die sehr viel anfälliger für die Auswirkungen des globalen Klimawandels sind als andere", so Pinkerton. Säuglinge, Kleinkinder, Menschen mit Asthma und ältere Menschen werden daher mit einer schlecheren Luftqualität mehr Probleme haben. "Sie werden die ersten sein, die die ernsten Folgen des Klimawandels merken werden."

(Ende)

Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Oranus Mahmoodi
Tel.: +49-30-29770-2519
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Website: www.pressetext.com
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