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Mo, 05.03.2012 06:10
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pte20120305003 Forschung/Technologie, Computer/Telekommunikation

Künstliche Intelligenz sortiert Kartoffeln

Forscher bauen Roboter aus handelsüblicher Technik
Webcam: System braucht nur eine einfache Kamera (Foto: pixelio.de, flaisch)
Webcam: System braucht nur eine einfache Kamera (Foto: pixelio.de, flaisch)

Lincoln (pte003/05.03.2012/06:10) - Eine Webcam für 60 Pfund, eine Grafikkarte und lernfähige Software - aus diesen Teilen haben britische Tüftler eine intelligente Maschine gebaut, die verdorbene von guten Kartoffeln unterscheiden und aussortieren kann. Die banal klingende Idee könnte weitreichende Folgen haben, berichtet die BBC. Alleine in Großbritannien werden pro Jahr Kartoffeln im Wert von 3,5 Mrd. Pfund verkauft - bislang werden sie meist händisch sortiert. Die lernfähige Sortiermaschine könnte das künftig übernehmen - sie soll bereits so genau arbeiten wie der Mensch.

Mensch als Vorbild

Das Prinzip der Sortiersoftware ist denkbar einfach: Per Webcam werden dunkle Flecken auf den Kartoffeln erkannt, die verdorbene Ware wird dann entfernt. Das besondere an dem System ist jedoch die eingebaute künstliche Intelligenz. Die Maschine arbeitet nicht nach vorgegebenen Parametern, sondern orientiert sich am Beispiel menschlicher Vorbilder und lernt so verdorbene Kartoffeln zu erkennen.

"Bestehende Computersysteme mussten programmiert und kalibiert werden. Unser System dagegen lernt am Beispiel eines menschlichen Experten", sagt Tom Duckett von der University of Lincoln http://lincoln.ac.uk , wo die Sortiersoftware entwickelt wurde. Für den Bau des Systems verwendeten die Forscher lediglich günstige Technik aus dem Elektronikhandel - das reiche auch für den Einsatzzweck.

Kein Killer von Jobs

Geht es nach den Entwicklern, soll die Technologie in Zukunft nicht nur bei Kartoffeln, sondern auch bei anderen Gemüse- und Obstsorten zur Anwendung kommen. Dass dadurch Menschen völlig aus dem Arbeitsfeld verdrängt würden, glauben sie nicht. Immerhin müsse es immer noch jemanden geben, der den Systemen das Sortieren "beibringen" kann.

(Ende)

Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Georg Eckelsberger
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