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pte20120119016 Kultur/Lifestyle, Forschung/Entwicklung

Popcorn schon im alten Peru beliebt

Erste Erzeugung in den Anden vor 6.700 Jahren


"Popcorn-Straße": Mais wanderte von Mittel- nach Südamerika (Foto: STRI/Belding)

Balboa/Nashville (pte016/19.01.2012/11:15) - Bereits die frühen Bewohner Perus kannten Popcorn: Archäologen haben an historischen Stätten Perus Mikrofossilien gefunden, die auf eine Verwendung von Mais für Maismehl und Popcorn bereits um das Jahr 4.700 vor Christus deuten - rund 1.000 Jahre früher als man bisher annahm. Wie sie in den "Proceedings of the National Academy of Sciences" berichten, hielt damit die Maispflanze bereits früher in Peru Einzug, als die Bewohner Keramik verwendeten.

Experimente mit Mais

Die Funde stammen aus Paredones und Huaca Prieta, zwei trockene Hügellandschaften im Norden des Andenstaates. Bereits Jahrtausende vor der Nazca- und Inka-Kultur verzehrte man hier Mais - nicht als Grundbestandteil der Nahrung, jedoch in experimentellen Formen wie etwa auch Popcorn, kommt Studienleiter Tom Dillehay von der Vanderbilt University http://vanderbilt.edu mit Kollegen aus Peru zum Schluss. Den Aufschluss dafür gaben alte Phytolite und Stärkekörner.

Weltweiter Siegeszug

Wie die Studien-Mitautorin Dolores Piperno unlängst zeigen konnte, gab es den ersten Mais vor 8.700 Jahren in Mexiko - zeitgleich mit Weizen und Gerste, die allerdings aus dem mittleren Osten stammen. Die Züchtung erfolgte aus dem Wildgras Teosinte. Erst Kolumbus brachte das gelbe Korn in die "Alte Welt", wo sie sich die anpassungsfähige Pflanze zunächst in Asien und Afrika, über Umwege des Vorderen Orients später auch in Mitteleuropa durchsetzte (pressetext berichtete: http://www.pressetext.com/news/20090325003 ).

Deutlich früher als in den Osten gelangte der Mais von Mittel- nach Südamerika, wo er seine Evolution hin zu einem großen Artenreichtum, den er in der Region bis heute besitzt, seinen Anfang nahm. "Vorteil der Andenländer war, dass der Mais nicht wieder durch wilde Teosinte bestäubt wurde", berichtet Piperno. Die Erforschung dieser Ursprünge ist allerdings keine leichte Sache: Kolben und Körner sind in den feuchten Tropenregionen kaum erhalten, weshalb man auf sehr wenige Funde angewiesen ist.

(Ende)
Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Johannes Pernsteiner
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