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pte20110729003 Politik/Recht, Kultur/Lifestyle

Rentensysteme in Europa wackeln

Europäische Staaten müssen auf demografischen Wandel reagieren


Kinder: Zu wenig Nachwuchs in Europa (Foto: aboutpixel.de/Franz Mairinger)
Kinder: Zu wenig Nachwuchs in Europa (Foto: aboutpixel.de/Franz Mairinger)

Berlin (pte003/29.07.2011/06:10) - Dass der demografische Wandel die Rentensysteme ins Wanken bringt, hat man schon lange gewußt - inzwischen ist es fünf vor zwölf und die Politik beginnt zu handeln. "Die Prognosen zum demografischen Wandel und auch die Erwerbs- und Bildungsdaten gibt es schon lange, reagiert wird jetzt erst", sagt Margret Karsch vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung gegenüber pressetext. Das Institut hat die demografische Entwicklung in der Europäischen Union und die Rentensysteme unter die Lupe genommen.

"Was das Anwerben von ausländischen Fachkräfte betrifft, sind Deutschland und Österreich nicht bekannt für eine Willkommenskultur", sagt Karsch. Die berühmten indischen Informatiker gehen dann lieber nach Kanada oder Schweden, weil sie dort mit offenen Armen empfangen werden. Aber Deutschland und Österreich brauchen diese hochqualifizierten Fachkräfte - nur darum geht es in dem vielzitierten Fachkräftemangel: um technisch hochqualifiziertes Personal.

Zuwenig Kinder

Selbst wenn sämtliche Frauen in Europa Kinder bekommen würden - die Elterngeneration ist schon so ausgedünnt, dass der Mangel an Arbeitnehmern immer noch nicht ausgeglichen wäre. Es sind der Kindermangel und eine steigende Lebenserwartung, woran die europäischen Gesellschaften altern. Im Schnitt bekommt eine EU-Bürgerin 1,6 Kinder. "Nötig für eine demografisch stabile Gesellschaft wären etwas über zwei Kinder", sagt Karsch.

Die größte Herausforderung für die europäischen Rentensysteme ist es, ein angemessenes Rentenniveau zu halten und zugleich die zukünftigen Erwerbstätigen nicht zu stark zu belasten. Letzteres kann nur gelingen, wenn in Zukunft mehr Menschen länger berufstätig sind. Dazu müssen sich vor allem die Beschäftigungsquoten bei Frauen und älteren Erwerbsfähigen erhöhen, heißt es aus dem Berliner Institut. Stehen heute noch jedem Rentner vier Erwerbstätige gegenüber, werden es 2060 nur noch zwei sein.

Frauenerwerbsquote zu niedrig

"Es braucht auch die Anerkennung der Bildungsabschlüsse von qualifizierten Migranten, die schon in Deutschland oder Österreich leben", sagt Karsch. In den deutschsprachigen Ländern sind die Frauen auch eher im Mittelfeld, wenn es um Berufstätigkeit geht. Die Frauenerwerbsquote ist in den europäischen Ländern immer noch sehr unterschiedlich. Während die Erwerbsquote von Männern und Frauen in den skandinavischen und baltischen Ländern fast ausgeglichen ist, arbeiten in Südeuropa deutlich weniger Frauen als Männer.

Dass Frauen arbeiten und in die Rentensysteme einzahlen ist für die Nachhaltigkeit der Alterssicherung von entscheidender Bedeutung. Zudem verringert eine berufstätige Frau auch ihr individuelles Risiko der Altersarmut. In den meisten europäischen Ländern unterbrechen Frauen immer noch häufiger als Männer ihre Berufstätigkeit, um gemeinsame Kinder zu betreuen. Auch verdienen Frauen oft weniger und sind seltener vollzeitbeschäftigt. All das spiegelt sich später in der Höhe ihrer Rente wider.

(Ende)
Aussender: pressetext.redaktion
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