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pte20110606020 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Bisphenol A: Rolle der Nahrung noch unterschätzt

Tierversuche liefern Hinweise auf Ansammlungen im Körper


Lebensmittelboxen: Nahrung ist wichtigste BPA-Quelle (Foto: pixelio.de/BirgitH)
Lebensmittelboxen: Nahrung ist wichtigste BPA-Quelle (Foto: pixelio.de/BirgitH)

Columbia/Erlangen (pte020/06.06.2011/13:40) - Das in Nahrungsmitteln und in zahlreichen Alltagsgegenständen enthaltene Umweltgift Bisphenol-A (BPA) ist für den Körper gefährlicher als bisher vermutet wird. Das behaupten Forscher der University of Missouri http://missouri.edu in der Fachzeitschrift "Environmental Health Perspectives". Unterschätzt habe man die Wirkung deshalb, da sich BPA laut den Forschern bei ständiger Aufnahme durch die Nahrung im Körper ansammelt. "Eine Ansammlung konnte man zuvor noch nicht feststellen", erklärt Thomas Göen vom Institut für Umweltmedizin der Universität Erlangen-Nürnberg http://arbeitsmedizin.uni-erlangen.de , gegenüber pressetext.

Konzentration steigt langfristig

Die US-Forscher verabreichten Mäusen zu allen Mahlzeiten ein mit BPA angereichertes Fressen. "Bisher wurden meist nur Einmal-Verabreichungen getestet. Die Folgen der ständigen Einnahme, wie sie beim Mensch über die Ernährung geschieht, wurden dadurch unterschätzt", so Studienleiterin Cheryl Rosenfeld. Denn trotz langsamerem Anstieg der BPA-Konzentration im Blut der Tiere fanden die Forscher auch noch nach einer Woche erhöhte Werte einer besonders schädlichen BPA-Variante. Folgestudien sollen zeigen, wo sich das aufgenommene BPA konzentriert und ins Blut freigesetzt wird.

Göen betont, dass die bisherigen Studien zu Bisphenol-A auch noch andere Beschränkungen aufweisen, wobei die präsentierte Forschung keine Ausnahme mache. "Tierversuche könnten auch zu einer Überschätzung der Problematik führen. Denn gerade Nagetiere haben einen anderen Metabolismus als der Mensch, der Bisphenol A bis zu gewissem Grad konjugieren und damit entgiften kann", so der Erlanger Umwelttoxikologe. Katzen oder Affen seien dem Menschen in dieser Hinsicht ähnlicher, doch gebe es bei diesen Tieren noch kaum Studien.

BPA-Fläschchen seit 1. Juni verboten

Ein erhöhter BPA-Spiegel im Blut wird mit einer Reihe von Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht - unter anderem mit Unfruchtbarkeit beim Mann, Verlust der Libido (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/20091113021 ), Diabetes, Herz-Kreislaufprobleme, Fettleibigkeit, verfrühter Pubertät bei Mädchen sowie auch Schädigungen des Erbguts. Aufgrund zahlreicher Studien ist der Verkauf von Babyflaschen aus BPA-haltigem Polycarbonat in der EU seit 1. Juni 2011 verboten.

BPA ist die heute weltweit am häufigsten eingesetzte Industriechemikalie, wobei die Jahresproduktion weltweit knapp vier Mio. Tonnen beträgt. Für den Eintrag beim Menschen bildet die Nahrung die wichtigste Quelle. "Auch die Innenbeschichtung von Kartons für säurehältige Getränke dürften zur Kontaminierung beitragen", erklärt Göen. Die US-Studienleiterin nennt auch Plastik-Vorratsdosen als mögliche Quelle. Daneben gibt es die Aufnahme über die Haut. Darunter gehören Gebrauchsgegenstände wie etwa das beim Thermodruck verwendete beschichtete Papier.

Abstract der Studie unter: http://ehp03.niehs.nih.gov/article/info%3Adoi%2F10.1289%2Fehp.1003385

(Ende)
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Ansprechpartner: Johannes Pernsteiner
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