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pte20101105002 Computer/Telekommunikation, Forschung/Technologie

Google Translate versucht sich an Poesie

Softwareingenieure experimentieren mit Übersetzung von Dichtkunst

Digitale Dichtkunst: Lässt sich Poesie per Computer übersetzen? (Foto: pixelio.de/Rainer Sturm)
Digitale Dichtkunst: Lässt sich Poesie per Computer übersetzen? (Foto: pixelio.de/Rainer Sturm)

Mountain View (pte002/05.11.2010/06:05) - Die Übersetzung von dichterischen Werken von einer Sprache in die andere stellt für die Menschen seit jeher eine beinahe unlösbare Aufgabe dar. Geht es nach der Vorstellung findiger Softwareingenieure im Hause Google, die für den Internetkonzern an dessen Übersetzungs-Tool Google Translate http://translate.google.com arbeiten, könnte das komplexe Zusammenspiel von Rhythmik, Metrik, Klang und Bedeutung aber schon bald völlig automatisiert per Computer entschlüsselt und in verschiedene Sprachformen gebracht werden. Erste Versuche in diese Richtung sollen tatsächlich bereits durchwegs brauchbare Ergebnisse liefern.

"Das Übersetzen von Poesie ist sogar für den Menschen eine ungemein schwierige Herausforderung und liegt deutlich über dem, was gegenwärtige computergestützte Übersetzungssysteme leisten können", erklärt Google-Softwareingenieur Dmitriy Genzel auf dem offiziellen Unternehmensblog. Dennoch bzw. auch gerade deshalb habe man sich aus akademischer Neugier heraus auf diese Herausforderung eingelassen. "Wir wollten die Grenzen in Bezug auf die Übersetzung von Dichtkunst austesten und waren angenehm überrascht über die Ergebnisse", so Genzel.

Ergebnisse noch nicht perfekt

"Die Entwicklung von brauchbaren automatischen Übersetzungssystemen stellt aus Sicht der Softwareingenieure eine große Herausforderung dar. Während sich die Nutzer noch vor wenigen Jahren mit Wort-für-Wort-Übersetzungen mit oft eher belustigenden Ergebnissen zufrieden geben mussten, liefert Google Translate inzwischen eine neue Qualität der maschinellen Übersetzung", betont Google-Sprecher Stefan Keuchel gegenüber pressetext. Freilich sei auch heute noch einiger Verbesserungsbedarf gegeben. "Die Qualität ist noch nicht perfekt, wird aber kontinuierlich weiterentwickelt", merkt Keuchel an.

Die Frage, ob sich hinter dem Versuch der Google-Ingenieure, Dichtkunst von einer Sprache in die andere übersetzen zu lassen, eine ernsthafte Produktinnovation versteckt, lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantworten. "Es wäre natürlich toll, wenn sich zum Beispiel Schüler auf der ganzen Welt klassische Werke deutscher Dichter in die verschiedensten Sprachen übersetzen lassen können. Inwiefern diese Vision einmal Realität wird, ist aber noch offen", stellt Keuchel klar.

Bemerkenswerter Nebeneffekt

Die Softwareingenieure rund um Genzel scheinen jedenfalls vom Potenzial ihres ambitionierten Projekts überzeugt zu sein. Wie aus dem entsprechenden Projekt-Paper hervorgeht, das das Google-Team kürzlich auf der Conference on Empirical Methods in Natural Language Processing (EMNLP) am MIT in Cambridge vorgelegt hat, hat ihre Entwicklung nämlich noch einen bemerkenswerten Nebeneffekt: Das System kann auf Basis vorbestimmter Parameter aus beliebigen Textvorlagen dichterisch anmutende Werke zaubern.

(Ende)
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