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pte20101028024 Computer/Telekommunikation, Medien/Kommunikation

Apple iPhone bald mit fix eingebauter SIM-Karte

Ansatz könnte Mobilfunker komplett aus dem Handyverkauf ausschließen

iPhone: In Zukunft direkt bei Apple dank integrierter SIM? (Foto: apple.com)
iPhone: In Zukunft direkt bei Apple dank integrierter SIM? (Foto: apple.com)

Austin/Wien (pte024/28.10.2010/13:40) - Apple hat in Zusammenarbeit mit dem niederländischen Unternehmen Gemalto http://www.gemalto.de eine spezielle SIM entwickelt, die direkt in zukünftige iPhones verbaut wird. Das berichtet das Technikblog GigaOm unter Berufung auf Insider bei europäischen Mobilfunkern. Demnach wird Apple sein Smartphone mit Hardware-SIM via Web und Stores direkt an Kunden verkaufen, die sich bei Apple für einen Netzbetreiber entscheiden.

Nachdem für Mobilfunker wie T-Mobile oder Orange Austria gerade erst die iPhone-Exklusivität ausgelaufen ist, könnten sie also bei iPhone 5 komplett aus dem Verkauf gedrängt werden. Für Kunden gerade in Europa wären iPhones mit integrierter SIM aber sehr interessant, falls sie damit leichter als bisher je nach Bedarf den Netzbetreiber wechseln können. Das Konzept des SIM-Lock könnte damit überholt sein.

Eingebettete SIM

Bei der speziellen SIM soll es sich um einen Embedded-Chip mit zwei Speicherbereichen handeln. Gemalto stellt demnach in einem ROM-Teil Daten rund um IT und Netzwerksicherheit bereit. Hinzu kommt ein Flash-Speicher für alle betreiberspezifischen Informationen, die einfach über eine lokale Verbindung aufgespielt werden. Das verspricht Kunden die Möglichkeit, sich beim Kauf für einen Anbieter zu entscheiden.

Apple könnte die Geräte direkt in seinen Stores oder vor dem Versand von Webshop-Ware entsprechend aktivieren. Zudem ist denkbar, dass für Kunden ein einfacher Wechsel zwischen Netzbetreibern ganz ohne SIM-Kartentausch möglich wird. Wie ein Branchenkenner gegenüber pressetext bestätigt, könnte das als Roaming-Lösung gerade in Europa sehr attraktiv sein.

Kampfansage

Wenngleich offiziell keine Zahlen genannt werden, haben in den letzten Jahren iPhone-Exklusivanbieter mit entsprechenden Verträgen viel Geld in Apples Kassen gespült. Gerade in diesen Fällen käme es einer Kampfansage gleich, wenn Apple sie aus dem Verkaufsgeschäft drängt und dabei womöglich auch bisherige Tarifmodelle untergräbt. Theoretisch könnten die Betreiber damit reagieren, iPhones aus ihren Netzen auszusperren.

Weder T-Mobile Deutschland noch Orange Austria wollte auf Nachfrage von pressetext kommentieren, inwieweit sie tatsächlich eine Bedrohung orten. Beide Mobilfunker verweisen darauf, dass es sich bei der Hardware-SIM um ein bislang unbestätigtes Gerücht handelt und keine Details zu Apples genauen Plänen bekannt sind.

(Ende)
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