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pte20100902030 Forschung/Technologie, Medizin/Wellness

Roboter macht Praktikum im Altenheim

Experten: "Maschinen werden Menschen nie ersetzen"


Hondas
Hondas "Asimo": Roboter ersetzen Menschen nicht, sagen selbst die Konstrukteure (Foto: Honda)

Duisburg/Linz (pte030/02.09.2010/15:40) - Schon lange entwickeln Techniker Roboter, die eines Tages Arbeitsaufgaben von Menschen erleichtern sollen. Einer der berühmtesten - Hondas "Asimo" - hat heute, Donnerstag, auf dem Ars Electronica Festival in Linz http://www.aec.at seine Österreich-Prämiere. Für die Praxis taugen heutige Roboter allerdings nur bedingt, haben Duisburger Soziologen festgestellt. Ein Monat lang testeten sie die Roboter "Casero" und "Care-O-Bot 3". Ort des Einsatzes im Rahmen des Projekts WiMiCare http://www.wimi-care.de war ein Stuttgarter Pflegeheim.

Servierer ohne Sozialkompetenz

Der Transportroboter "Casero" ist ein kleiner, L-förmiger Wagen, der dem Pflegepersonal vor allem lästige Routinearbeit abnahm. Er transportierte etwa Wäsche, Aktenordner und Postkörbe gut, berichtet Projektkoordinatorin Karen Shire. "Sowohl Pflegekräfte als auch Heimleitung können sich eine Entlastung durch Casero vorstellen." Aufgrund seiner Vorzüge in Navigation und Design fühlten sich Bewohner, Angestellte und Besucher nicht gestört.

"Care-O-Bot" http://www.care-o-bot.de ist hingegen ein fast mannshoher Serviceroboter mit Greifarm und ausklappbarem Tablett. Seine Aufgabe war es, die Heimbewohner mit Getränken zu versorgen und diese auf seinem Tablett anzubieten. Seine Grenzen wurden deutlich sichtbar - denn anders als menschliche Pflegekräfte konnte er die Bedienten nicht zum Trinken animieren. Zudem sorgte seine flexible Fortbewegung für Verwirrung. Da er nicht wie Casero festen Routen folgt, ist er kaum vorhersehbar und wird schnell zum Hindernis. Die Forscher sehen daher noch keine Einsatzmöglichkeit im Heim in naher Zukunft.

Maschine bleibt Maschine

Hondas Vorzeigeroboter, der heute in Linz präsentierte "Asimo", soll eines Tages ähnliche Aufgaben erfüllen. "Das Ziel der Konstrukteure lautete zunächst, einen zweibeinigen Roboter zu bauen, der das Gleichgewicht halten kann. Er soll Menschen bei Arbeiten unterstützen, etwa in der Altenpflege oder in gefährlichen Situationen", berichtet Sandra Sommer, Pressesprecherin von Honda Austria http://www.honda.at , gegenüber pressetext. Wenngleich Asimo weit menschlicher aussieht als seine Kollegen, könne er Menschen oder deren Zuwendung nie ersetzen. "Er bleibt eine Maschine und wird deshalb auch kein Gesicht erhalten", so Sommer.

Eine Ansicht, der sich die Konstrukteure der Altenheim-getesteten Geräte voll anschließen. "Einen Roboter, der vom Menschen nicht unterscheidbar ist, wird es nie geben. Ähnlichkeit zum Menschen wird nur soweit angestrebt, als es für die Aufgaben nötig ist", sagt Christian Connette, Experte für Roboternavigation und -steuerung am Fraunhofer-Institut für Produktion und Automatisierung http://www.ipk.fraunhofer.de , auf pressetext-Anfrage. Ebenso wenig sei vorherzusehen, wann der "Care-O-Bot" im Alltag tätig wird. "Denkbar ist, dass Roboter irgendwann Senioren in der häuslichen Pflege autonomer macht oder bei Stürzen rechtzeitig Alarm schlagen. Bisher gehört aber noch jeder Einsatz zur Forschung."

(Ende)
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