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pte20100717006 Umwelt/Energie, Forschung/Technologie

Indischer Ozean: Meeresspiegel steigt massiv an

Forscher: Zumindest zum Teil vom Menschen mitverursacht


Indischer Ozean: Meeresspiegel steigt an (Foto: Reto Stockli/NASA Earth Obs.)
Indischer Ozean: Meeresspiegel steigt an (Foto: Reto Stockli/NASA Earth Obs.)

Boulder/Kiel (pte006/17.07.2010/13:15) - Ein Forscherteam der University of Colorado in Boulder hat nachgewiesen, dass in Teilen des Indischen Ozeans der Meeresspiegel signifikant ansteigt. Betroffen davon sind die Küsten in der Bengalenbucht, der Arabischen See, Sri Lanka, Sumatra und Java. Laut den Forschern um die Geophysikerin Weiqing Han ist der Mensch zumindest teilweise dafür verantwortlich.

"Die Studie im Fachmagazin Nature Geoscience bietet einige sehr interessante Aspekte, die auch vielen Wissenschaftlern nicht bekannt sind", meint Claus Böning stellvertretender Leiter des Forschungsbereichs "Ozeanzirkulation und Klimadynamik" am IFM-Geomar http://www.ifm-geomar.de im pressetext-Interview. Die Hauptursache für den Meeresspiegelanstieg ist weder die thermische Ausdehnung, noch die Gletscherschmelze, sondern die Änderung der windgetriebenen Meeresströmungen.

"Diese sorgen auch dafür, dass der Anstieg sehr inhomogen ist. In manchen Regionen werde es zum Anstieg, in anderen zur Senkung des Meeresspiegels kommen - etwa auf den Seychellen und in Sansibar. "Dieses Muster zeigt eine große Umverteilung der Masse", erklärt Böning.

Kombinierte Messmethode schafft klares Bild

Die Forscher haben zur Ermittlung des Gesamtbildes eine Kombination aus verschiedenen Messungen und Modellen verwendet. "Mit diesem System lässt sich eine schöne Kausalkette der einzelnen Teile bilden", meint Böning. Daten wurden aus Pegelmessungen genommen wie sie seit Jahrzehnten zum Teil auch seit Jahrhunderten gesammelt werden,. Ein Nachteil der Pegelmessungen ist jedoch die geringe räumliche Abdeckung. "Diese werden mit Radar-Satelliten-Messungen, wie sie seit 1993 im Einsatz sind, ergänzt", erklärt Böning.

Zusätzlich haben die Forscher aber auch Modellrechnungen durchgeführt, die die Reaktion des Ozeans auf die Windänderungen der letzten Jahrzehnte simulieren. "Im Vergleich zu den sehr lückenhaften Pegeldaten erhält man dadurch ein homogenes Bild der beckenweiten Meerespiegelveränderungen der letzten fünf Jahrzehnte", meint der Experte.

"Die Modellrechnungen zeigen zudem die Ursachen der Schwankungen auf und erlauben Rückschlüsse auf zukünftige Entwicklungen, die regional sehr unterschiedlich ausfallen können."

Menschliche Siedlungen betroffen

Han warnt davor, dass vom Meeresanstieg auch menschliche Siedlungen betroffen sein werden. In Bangladesch und Indien verschlimmern sich dadurch die jährlich auftretenden Monsun-Überschwemmungen. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass dies weitreichende Folgen sowohl auf das regionale als auch auf das globale Klima haben wird.

Die Schlüsselrolle in diesem Prozess spielt der Indo-Pazifische Warm Pool, ein Gebiet sehr hoher Meerestemperaturen, das von der Ostküste Afrikas bis zur Datumsgrenze im Pazifik reicht. "In den vergangenen 50 Jahren ist die Temperatur hier um 0,5 Grad Celsius gestiegen. Das ist eine Folge der menschlich verursachten Treibhausgase", meint Han.

Wenn man dann die Modellrechnungen mit den Pegelunterschieden und den Windrechnungen vergleicht, erhält man ein homogenes Bild", meint der Experte. Dieses Modell gibt die Ursachen der Schwankungen wider und dient damit als Trend für zukünftige Entwicklungen."

(Ende)
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