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pte20090506016 Computer/Telekommunikation, Kultur/Lifestyle

Mobiltelefonie revolutioniert Afrika

Dokumentarfilm "Hello Africa" nimmt gesellschaftlichen Wandel ins Visier


Wien (pte016/06.05.2009/10:30) - In den vergangenen Jahren hat Afrika einen wahren Boom bei der Mobiltelefonie erlebt. Wie der Siegeszug der Handykommunikation das alltägliche Leben auf dem Kontinent verändert hat, beleuchtet der experimentelle Dokumentarfilm "Hello Africa" http://wiki.ict4d.at/Hello_Africa , der am Freitag im Wiener Schikaneder-Kino seine Premiere feiert. Gedreht wurde der Film auf der Insel Sansibar vor dem Festland Tansanias. Portraitiert werden Personen aus verschiedenen Milieus, darunter Lehrer, Seegras-Bäuerinnen, Fischer, Nachtklub-Besucher, Studenten und Straßenrapper. Der Eintritt zur Premierenvorführung in Wien ist frei.

"Während der PC die westliche Welt Anfang der 90er-Jahre zu erobern begann, hat Afrika diese Entwicklung nie mitgemacht. Mit dem Mobilfunk hält moderne Kommunikationstechnologie nun erstmals auch in dieser Region Einzug", erklärt Film-Initiator und -Produzent Martin Konzett im Gespräch mit pressetext. Vor allem die SMS-Kommunikation hat sich dabei als vielseitiges und hilfreiches Tool erwiesen, um den beruflichen wie privaten Alltag zu organisieren. So greifen Krankenhäuser darauf zurück, um bei Bedarf medizinisches Personal zu organisieren oder die Bevölkerung über Epidemie-Ausbrüche zu informieren. Aber auch Jobinformationen, finanzielle oder Verwaltungsbelange sowie Lehrinhalte für Schüler und Studenten werden mobil und teils mithilfe von speziellen Applikationen kommuniziert.

"Afrika weist die am schnellsten wachsende Rate an neuen Mobilfunkverträgen auf. Laut neuesten Erkenntnissen werden dort heute bereits bis zu 30 Prozent des monatlichen Einkommens für Mobilfunk ausgegeben", kommentiert Konzett die technische Revolution auf dem Kontinent. Mit dem Film habe er die rapiden Veränderungen und die Auswirkungen auf die afrikanische Gesellschaft und das soziale Leben festhalten wollen, so Konzett gegenüber pressetext. Der Film soll zudem die Möglichkeiten der neuen Kommunikationstechnologien aufzeigen und die Aufmerksamkeit auf die noch bestehende digitale Kluft zwischen wirtschaftlich entwickelten und weniger entwickelten Ländern lenken.

Das Filmprojekt entstand aus einer Kooperation der österreichischen Non-Profit-Organisation ICT4D.at http:///www.ict4d.at und dem schwedischen DVD-Magazin UZI, das vom Filmdirektor Anders Bolin ins Leben gerufen wurde. ICT4D.at wurde im vergangenen Jahr von Konzett mitbegründet und widmet sich der Entwicklungsarbeit mit Schwerpunkt ITK. Neben Öffentlichkeitsarbeit und der Entwicklung eines Forschungscurriculums auf diesem Gebiet zeichnet ICT4D.at für eine Vielzahl von lokalen Projekten in Entwicklungsländern verantwortlich. Eine Liste dieser Projekte findet sich unter http://wiki.ict4d.at/Projects .

(Ende)
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