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Sa, 21.03.2009 13:45
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pte20090321009 Politik/Recht, Medizin/Wellness

Gesetzesnovelle kostet Krankenhäusern Millionen

Kliniken müssen gleiche Leistung mit geringeren Mitteln erbringen
Krankenhauslandschaft mit Sanierungsbedarf (Foto: pixelio.de, Gerd Altmann)
Krankenhauslandschaft mit Sanierungsbedarf (Foto: pixelio.de, Gerd Altmann)

Gummersbach (pte009/21.03.2009/13:45) - Deutsche Krankenhäuser stehen in den kommenden Jahren vor drastischen wirtschaftlichen Problemen. Grund dafür ist der Managementberatung Kienbaum http://www.kienbaum.de zufolge eine vor wenigen Wochen verabschiedete Gesetzesnovelle der Bundesregierung. Im Rahmen des Krankenhausfinanzierungsreformgesetzes wurden die Krankenhausbudgets an bundesweit einheitliche Preise für Gesundheitsleistungen angeglichen. Angesichts der unterschiedlichen Preisniveaus in den einzelnen Bundesländern steht den Experten nach nunmehr jedoch eine Umverteilung von rund 770 Mio. Euro bevor. Rund 15 Prozent aller Kliniken müssten daher mit niedrigeren Budgets rechnen und dennoch die gleiche Leistung erbringen. Zudem treffen die Maßnahmen ab dem kommenden Jahr nicht nur einzelne Krankenhäuser. Mit Einbußen bei den Erlösen müssten vielmehr kollektiv ganze Bundesländer rechnen.

Aufgrund einer enormen Unterfinanzierung deutscher Krankenhäuser sind Experten zufolge rund 18 Prozent der bundesweit 2.000 Kliniken akut insolvenzgefährdet. Während der Kostendruck des Krankenhausbetriebs auf die Kommunen steige, stünde dem Markt eine Privatisierungswelle bevor (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090317017/). Dadurch könne die Restrukturierung der Kliniken und die Sanierung maroder Strukturen vorangetrieben werden. "Es gibt aber auch Gegenbeispiele von Krankenhäusern in staatlicher Trägerschaft, die als Referenzprojekte für eine erfolgreiche Sanierung dienen können", meint ein Branchenkenner gegenüber pressetext. Durch erfolgreiche Synergieprojekte sei etwa das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein mit seinen beiden Campi in Kiel und Lübeck saniert worden, ohne Abstriche an medizinischer Versorgung oder wissenschaftlicher Forschung gemacht zu haben. "Für die Zukunft dürfte sogar ein Gewinn wahrscheinlich sein", so der Experte gegenüber pressetext.

Besonders bei der Investitionsfinanzierung der Krankenhäuser bestehe Anpassungsbedarf, um künftig eine moderne Krankenhauslandschaft zu gewährleisten. "Darüber hinaus erfordert die aktuelle wirtschaftliche Situation vieler Krankenhäuser gesetzliche Anpassungen, um die Leistungsfähigkeit der Krankenhausversorgung zu gewährleisten", heißt es aus dem Bundestag. Ob und wie stark die einzelnen Bundesländer jedoch von der 2010 bevorstehenden Umverteilung betroffen sind, liegt am Preisniveau für Gesundheitsleistungen. Während sechs Länder keinen Einfluss auf die Krankenhausbudgets spüren sollen, sei dies bei den übrigen zehn Ländern durchaus der Fall. Besonders stark betroffen sind Kienbaum zufolge die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Saarland und Berlin. Die Kliniken in Rheinland-Pfalz etwa müssten mit einem um 160 Mio. Euro niedrigeren Budget auskommen, ohne die Leistungen senken zu können. Nach einer weiteren Phase steht den Krankenhäusern ein um weitere 70 Mio. Euro schrumpfendes Budget bevor. Nach Ansicht der Managementberatung bedarf es bei den Kliniken daher innovativer Ideen zur Optimierung der Krankenhaus- und Binnenorganisation.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Manuel Haglmüller
Tel.: +43-1-811-40-315
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
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