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pte20090207008 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen

Europas Konzerne türmen Rekordschulden auf

Schuldenberg im Gesamtausmaß der europäischen Wirtschaftsleistung


Europäische Konzernschulden können neue Krisenwelle auslösen (Foto: pixelio.de, RainerSturm)
Europäische Konzernschulden können neue Krisenwelle auslösen (Foto: pixelio.de, RainerSturm)

London (pte008/07.02.2009/13:45) - Europas Konzerne haben in der vergangenen Dekade einen Rekordschuldenstand aufgebaut. Damit droht Finanzexperten zufolge auch von dieser Seite her eine neue Dimension der Wirtschaftskrise. So könnte die beispiellose Überschuldung zu einem Platzen der Kreditblase führen und Folgen derzeit noch ungeahnten Ausmaßes nach sich ziehen. In den letzten zehn Jahren hat sich die Gemeinschaftsschuld innerhalb der Eurozone auf über 8,5 Bio. Euro aufgetürmt, wie aus einem BusinessWeek-Bericht hervorgeht. Der Schuldenberg komme etwa 95 Prozent der europäischen Wirtschaftsleistung gleich. Demgegenüber hätten sich die USA mit einem Verhältnis bei 50 Prozent vergleichsweise wenig verschuldet.

Der europäische Kreditmarkt hat die Wirtschaft in den vergangenen Jahren etwa zur Gründung von Unternehmen und der Durchführung neuer Projekte massiv gestützt, wodurch sich der enorme Schuldenstand der Konzerne aufbauen konnte. Angesichts der nun deutlich schwierigeren wirtschaftlichen Lage und einbrechender Absätze verzögern sich jedoch die Rückzahlungen. Zur Refinanzierung hatten sich die Konzerne bislang an die Banken gewandt. "Die Kreditvergabe in Europa ist in der zweiten Jahreshälfte des Vorjahres auf relativ hohem Niveau verharrt. Eine Kreditklemme war demnach nicht zu beobachten. Dem Bank Lending Survey der Europäischen Zentralbank nach war im Januar jedoch eine Verschärfung zu beobachten", sagt Michael Schröder, Leiter des Forschungsbereichs Internationale Finanzmärkte beim Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung http://www.zew.de , im Gespräch mit pressetext.

Ob es angesichts der geringen Liquidität zu weiteren Engpässen im Kreditmarkt kommen wird, sei derzeit zwar nicht vorherzusehen. Europas Konzerne flüchten sich jedoch zunehmend in Schuldverschreibungen. Im Vormonat soll mit ausgegebenen Bonds in Höhe von 159 Mrd. Dollar das höchste Niveau seit zwei Jahren erreicht worden sein. Der Vorteil des Emittenten liegt gegenüber herkömmlichen Bankkrediten dabei, die Liquidität ohne die Bereitstellung zusätzlicher Sicherheiten erhöhen zu können. Der Preis dafür könnte jedoch teuer werden. Die durchschnittlichen Renditen der Anleihen hätten sich Analysten nach im Vorjahr selbst bei relativ gesunden Konzernen wie Nokia oder dem Energieriesen E.ON beinahe verdreifacht. Die höheren Kosten, die Schulden zu bedienen, können in weiterer Folge zur Drosselung von Arbeitsplätzen, Lohnwachstum und neuen Investitionen führen, wodurch sich die Lage der Konzerne weiter zuspitzen würde.

(Ende)
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