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Fr, 06.02.2009 16:00
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pte20090206030 Medizin/Wellness, Kultur/Lifestyle

Zen-Meditation lindert Schmerzen

Atemübungen reduzieren Schmerzempfinden auch im Alltag
Wer viel meditiert, hat im Alltag weniger Schmerzen (Foto: pixelio.de/Motograf)
Wer viel meditiert, hat im Alltag weniger Schmerzen (Foto: pixelio.de/Motograf)

Montreal/München (pte030/06.02.2009/16:00) - Wer häufig Zen-Meditation praktiziert, hat auch im Alltag ein niederes Schmerzempfinden. Das besagt eine Untersuchung an der Universität Montreal http://www.umontreal.ca , die in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Psychosomatic Medicine veröffentlicht wurde. Im Unterschied zu früheren Studien, die die Wirkung bei Kranken ins Auge nahm, testeten die Forscher die Schmerzverarbeitung bei gesunden, trainierten Zen-Lehrern. Das sei laut Studienautoren ein erster Schritt, um den Einfluss der Meditation auf das Schmerzempfinden zu entschlüsseln.

Die Studie war darauf angelegt, ein möglicherweise anderes Schmerzempfinden von Menschen zu untersuchen, die häufig meditieren. 13 Zen-Lehrer, die mindestens 1.000 Stunden Meditationserfahrung besaßen, wurden mit einer gleich großen Gruppe verglichen, die keine Meditation praktizierte. Man hielt ihnen eine Heizelement an die Wade und steigerte die Temperatur bis maximal 53 Grad. Die Zen-Lehrer ertrugen höhere Temperaturen als die Vergleichsgruppe und zeigten ein um ein Sechstel niedrigeres Schmerzempfinden, das sich im Zustand der Meditation noch weiter absenkte. Grund dafür sei die Verminderung der Atemfrequenz von 15 auf 12 Züge pro Minute, die für mehr Entspannung des Körpers sorgt, vermuten die Studienautoren.

Atemtechniken sind ein wesentliches Element der Zen-Meditation und haben Folgen für den Körper. "Man versucht, besonders langsam auszuatmen", betont Zen-Lehrer Thomas Kabierschke http://www.zenkreis.de im pressetext-Interview. "Das führt zu tieferer Atmung. Die Gedanken beruhigen sich dabei und der Blutdruck sinkt". Während der Meditation befinde sich der Körper in gesteigerter Wachheit und Sensibilität, wodurch man auch kleine Geräusche wahrnehme. Kabierschke beobachtet auch im Alltag langfristige körperliche Verbesserungen als Folge von regelmäßiger Meditation. "Schlafqualität, Konzentrationsfähigkeit und Gelassenheit steigen und das Stressempfinden bessert sich. Mit dem Stress sinkt auch das Schmerzempfinden", so der Meditationslehrer.

Zen-Meditation kann jedoch auch Schmerzen verursachen. "Die besondere Sitzhaltung führt häufig dazu, dass der Meditierende Schmerzen etwa im Rücken oder in den Knien deutlicher als sonst verspürt", so Kabierschke. Die Reaktion darauf sei nicht das sofortige Aufstehen oder sich Reiben, wie es im Alltag geschieht. "Man versucht, den Schmerz zu beobachten statt ihm auszuweichen. Diese bewusste Pause erlaubt, dass sich die Einstellung zum Schmerz ändert." Dadurch werde der Umgang mit körperlichen Grenzen eingeübt, erklärt der Münchner Zen-Lehrer.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Johannes Pernsteiner
Tel.: +43-1-81140-316
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
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