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Do, 08.01.2009 11:20
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pte20090108021 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen

Praktiker Baumärkte: Verfehltes Umsatzziel bewirkt Kursrutsch

Deutschland-Geschäft belastet - Preis- und Marketingpolitik Schuld
Praktiker kämpft mit Umsatzschwund (Foto: praktiker.de)
Praktiker kämpft mit Umsatzschwund (Foto: praktiker.de)

Kirkel/Frankfurt am Main (pte021/08.01.2009/11:20) - Die deutsche Baumarktkette Praktiker http://www.praktiker.de hat ihre Umsatzerwartungen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2008 verfehlt. Wie das saarländische Unternehmen heute, Donnerstag, bekannt gab, schrumpfte der Umsatz im Heimatgeschäft um fast sieben Prozent auf 2,67 Mrd. Euro. Trotz des stützenden Auslandsgeschäfts, in dem der Umsatz gesteigert werden konnte, sank dieser konzernweit um rund ein Prozent auf 3,91 Mrd. Euro. Laut dem Heimwerkermärkte-Experten sei der leichte Geschäftseinbruch vor allem auf die im Vergleich zum Vorjahr nahezu halbierte Zahl der "20-Prozent-Aktionstage" der Hauptmarke Praktiker zurückzuführen. Die Anleger strafen das im Mdax gelistete Unternehmen ab. Die Praktiker-Aktie notiert bei Redaktionsschluss (11:15 Uhr) mit 15,59 Prozent im Minus bei 6,12 Euro.

"Dass Praktiker sein Umsatzziel für 2008 verfehlt hat, ist ziemlich enttäuschend. Vor allem wenn man einen Blick auf das vierte Quartal wirft. Dort liegt der Konzern flächenbereinigt sowohl in Deutschland als auch im Ausland im Minus", sagt Clemens Müller, Analyst bei der deutschen Privatbank BHF http://www.bhf-bank.de , im Gespräch mit pressetext. Laut dem Analysten habe sich die Umstellung der Preispolitik nicht ausgezahlt. "Preise in den Regalen zu senken, statt die Zahl der Aktionstage beizubehalten, fand bei den Kunden scheinbar doch keinen großen Anklang", so Müller weiter. Neben dieser ungünstigen Marketingentscheidung dürfte aber auch der Verzicht auf eine Reihe verkaufsfördernder Sonderaktionen bei der Praktiker-Tochter Max Bahr im zweiten Halbjahr 2008 zu Umsatzeinbußen geführt haben.

Trotz der Geschäftsmisere in der Bundesrepublik erhöhte sich der Auslandsumsatz um 14,6 Prozent auf 1,24 Mrd. Euro. Einen bitteren Beigeschmack hierbei hatte jedoch der Verfall der Wechselkurse der meisten osteuropäischen Währungen in den vergangenen Monaten 2008. Unter Annahme stabiler Wechselkurse hätte das Wachstum sonst 16,3 Prozent betragen, so Praktiker. Für das vierte Quartal 2008 wies die Holdinggesellschaft einen Konzernumsatz von 893 Mio. Euro aus - gegenüber dem Vorjahreswert von 904 Mio. Euro entspricht dies einem Minus von 1,2 Prozent. In Deutschland betrug das Minus hingegen 3,9 Prozent. Dies kommt einer Stabilisierung gleich, da das Minus in den ersten neun Monaten noch zwölf Prozent betragen hatte. Das EBITA ist noch offen. Bislang hatte man 135 bis 140 Mio. Euro prognostiziert.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Florian Fügemann
Tel.: +43-1-81140-305
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
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