VORSCHAU
PRESSETERMINE
TECHNOPARK® Winterthur, Konferenzsaal, Eingang C
19.09.2017 00:00
Thalia Wien
19.09.2017 00:00
Landhaus-Alt, Landtagssitzungssaal
19.09.2017 00:00

AKTUELLES PRESSEFOTO



WETTER
Graz: Regen
Innsbruck: Regen
10°
Linz: Regen
13°
Wien: Regen
13°
© wetter.net

Stadtname / PLZ

AKTIENKURSE
 
LEBEN
Di, 27.05.2008 13:55
Meldung drucken Artikel weiterleiten
pte20080527037 Umwelt/Energie, Forschung/Technologie

Strom aus Erneuerbaren Energien wird planbar

Fraunhofer-Experten konzipieren Energiespeicher im Netz
Christian Dötsch (UMSICHT)
Christian Dötsch (UMSICHT)
[ Foto ]

Oberhausen (pte037/27.05.2008/13:55) - Den größten Herausforderungen bei der Energiegewinnung durch Erneuerbare Energiesysteme widmet sich das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT http://www.umsicht.fraunhofer.de in Oberhausen. "Wir arbeiten daran, die Lieferung von Wind- und Sonnenenergie ebenso planbar zu machen wie die Energie aus konventionellen Kraftwerken und entwickeln wirtschaftliche und umweltschonende Lösungen, um ausreichend Reserven vorhalten zu können", so Christian Dötsch, Leiter des Geschäftsfelds Energiesysteme am UMSICHT. Kosteneffiziente Speicher können erheblich dazu beitragen, regenerative Energien weiter auszubauen. In Zukunft wird es allerdings nicht ein System der Energiespeicherung geben, sondern mehrere verschiedene.

"Der Energiespeicher der Zukunft wird eine auf die jeweilige Problematik zugeschnittene Lösung sein", so Sascha Berthold, Mitarbeiter im Geschäftsfeld Energiesysteme bei UMSICHT, gegenüber pressetext. "Man muss nach der jeweils günstigsten Variante suchen, denn die Voraussetzungen sind so verschieden." Im kleinen Bereich setze man auf Lithium-Batterien, im mittleren Anwendungsbereichen auf Redox-Flow-Systeme und im Großbereich auf Druckluft- oder Pumpspeicher. "Der Speicher ist bis jetzt der Knackpunkt geblieben", meint Berthold. Es gelte natürlich die Stromgestehungskosten so niederig wie möglich zu halten.

Die bis heute häufig verwendete Bleibatterie ist nach rund 1.500 Zyklen erschöpft. "Hier heißt die Lösung Lithium", so der Experte. Die Probleme der typischen Lithium-Batterien sind Sicherheitsaspekte, wie etwa Brandgefahr, bei hohen Energiedichten und hohen Zellspannungen. Große Vorteile sind eine deutlich verlängerte Lebensdauer, die bei 7.000 bis 8.000 Zyklen liegt. "In einer Inselanwendung würde bei einem Tagesvollzyklus die Batterie 20 Jahre lang halten", erklärt Berthold. Optimal eigne sich die Lithium-Batterie als Speicher für mobile Anwendungen. Für größere Anwendungen - im ein bis zweistelligen Megawattbereich - setzen die Fraunhofer Forscher auf Redox-Flow-Batterien. Damit kann Energie langfristig über Stunden oder Tage und in großer Menge gespeichert werden. "Die Batterien bestehen aus zwei flüssigen Elektrolyten, die in Tanks lagern. Dort wird die Energie gespeichert. Die Umwandlung in Strom erfolgt in einem Redox-Flow-Stack, der im Aufbau einer Brennstoffzelle ähnelt." Der Vorteil der zwei Medien liege darin, dass es einen frei dimensionierbaren Leistungs- und einen frei dimensionierbaren Speicherteil gebe, erklärt Berthold.

"Das Ziel der Forschung ist es, Ressourcen und Kosten zu sparen", meint Berthold. Anhand der Anwendung könne man bereits erkennen, dass es sich um ein komplexes Thema handle. "Wir arbeiten daran, die geforderte Leistung zu realisieren und mit neuen Materialien diese Technologie effizienter und langfristig kostengünstiger zu machen." Derzeit arbeiten Forscher aus acht Fraunhofer-Instituten die komplexen Systemlösungen: Beispiele sind neue Materialien für Energiespeicher, hybride Speicher, Entwicklungen in der Leistungselektronik, Energiemanagement und Integration von Speichern in das vorhandene Netz."

Eine Prognose, welche Speichertechnologien sich durchsetzen werden, ist nicht einfach, denn die Energieversorgung ist von vielen Randbedingungen abhängig. Dazu gehören etwa die Vorgaben des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, die Besitzverhältnisse im deutschen Stromnetz, die Preisentwicklung bei Erdöl, Erdgas und Kohle sowie der Ausbau der erneuerbaren, fluktuierenden Energien. "Auch wenn das 'Wann' schwer zu beantworten ist, das 'Wo' ist zu erkennen," meint Dötsch. "Inseln oder sehr abgelegene Gebiete, die nicht ans Stromnetz angeschlossen werden, können schon in naher Zukunft von den Technologien profitieren. Danach folgen, wenn die Kosten sinken und der Bedarf steigt, die stationären Anwendungen im Netz."

Pressefotos zur entsprechenden Veranstaltung in Berlin stehen unter http://www.fotodienst.cc/browse.mc?album_id=1786 zum Download.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Wolfgang Weitlaner
Tel.: +43-1-81140-307
E-Mail:
pressetext.austria
   
Wie fanden Sie diese Meldung?
Weitersagen
likes dislike Share Share |
PRESSETEXT.TV
Social Media
ETARGET

FOCUSTHEMA


SPECIALS


Werbung
middleAdvertising