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pte20070611037 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen

Konjunktur räumt mit Firmenpleiten auf

Unzureichendes Forderungsmanagement als Damoklesschwert für KMU


Insolvenzpotenzial: Schlechte Zahlungsmoral und Managementfehler (Foto: pixelio.de)
Insolvenzpotenzial: Schlechte Zahlungsmoral und Managementfehler (Foto: pixelio.de)

Hamburg (pte037/11.06.2007/13:50) - Die Zahl der Firmenpleiten wird im laufenden Jahr in Deutschland erneut deutlich zurückgehen. Davon geht zumindest die Euler Hermes Kreditversicherungs-AG http://www.eulerhermes.com aus. Die Experten des Kreditversicherers rechnen mit einem Rückgang um 10,1 Prozent auf 27.300 Insolvenzen. Damit würde die Zahl der Pleiten zum vierten Mal in Folge seit 2003 sinken, als mit über 39.000 Zusammenbrüchen der bisherige Höchststand erreicht worden war. Für die Aufhellung in der deutschen Firmenlandschaft sorgt der anhaltende wirtschaftliche Aufschwung. "Die rückläufigen Insolvenzfälle sind in erster Linie günstigen konjunkturellen Bedingungen geschuldet", meint Euler-Hermes-Sprecherin Sabine Enseleit gegenüber pressetext.

Auch Euler-Hermes-Chef Gerd-Uwe Baden drückt auf die Euphoriebremse. "Der anhaltende Rückgang ist erfreulich, darf aber nicht dazu führen, dass Unternehmen sich in Sicherheit wiegen", so Baden. Gerade im KMU-Bereich würden Lieferantenkredite nach wie vor stark zur Finanzierung beitragen. "Geringe finanzielle Reserven, ein unzureichendes Forderungsmanagement, eine schlechte Zahlungsmoral einzelner Abnehmer sowie Managementfehler bergen auch weiterhin ein erhebliches Insolvenzpotenzial", sagt Baden. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen sollten deshalb die Bonität potenzieller Geschäftspartner prüfen, rät Enseleit.

Nach Branchen gerechnet profitiert vor allem das Baugewerbe vom Aufschwung. Die Zahl der Pleiten soll hier um 14,8 Prozent auf 4.900 sinken, während dem Handel lediglich ein Rückgang um 4,9 Prozent auf 6.000 prophezeit wird. Die Insolvenzhäufigkeit bleibe in der Baubranche mit 152 Fällen je 10.000 Unternehmen jedoch wesentlich über dem Durchschnitt. Dafür ist Euler Hermes zufolge vor allem die schwere Baukrise der vergangenen Jahre verantwortlich. Große Insolvenzen haben hier auch zahlreiche kleine Unternehmen in den Abgrund gerissen. Auch für den im Vergleich nur geringen Rückgang der gerichtlich angemeldeten Forderungen um 2,3 Prozent auf rund 19 Mrd. Euro seien Großinsolvenzen mitverantwortlich, so Enseleit.

Von den großen europäischen Handelspartnern Deutschlands erwartet Euler Hermes lediglich für Italien und die Niederlande eine ähnlich deutliche Erholung. Frankreich muss laut den Prognosen dagegen erneut einen Anstieg der Pleitenfälle hinnehmen. Auch Großbritannien kämpft mit einer leicht steigenden Tendenz. Österreich stagniert bei der Zahl der Firmenpleiten 2007 auf Vorjahresniveau (6.710). Der Schweiz wird ein leichter Rückgang um 0,6 Prozent auf 4.500 Insolvenzen vorhergesagt. Deutlich finsterer sieht die Zukunft dagegen für die USA aus. Nach einem Rückgang der Insolvenzfälle im Vorjahr um knapp 50 Prozent rechnen die Experten für 2007 mit einem Anstieg um 51,3 Prozent auf 29.800 Pleiten.

(Ende)
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