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pte20061116001 Medien/Kommunikation, Computer/Telekommunikation

Domainklau und Nazi-Scherze: Tiefer Fall von StudiVZ

Gerüchte um Verkauf an Facebook

Leipzig (pte001/16.11.2006/06:05) - Der lukrative Verkauf von interaktiven Internetportalen wie YouTube oder MySpace an Medienkonzerne hat clevere deutsche Jungunternehmer mit dem Geschäftsvirus infiziert, das sie aber auch zu umstrittenen Geschäftspraktiken greifen lässt. Das Studentenportal StudiVZ http://www.studivz.net , das von verschiedenen Investoren, darunter dem Holtzbrinck-Verlag, finanziert wird, ist heftig unter Beschuss geraten. Unkoschere Geschäftsmethoden, Nazi-Gruppen und geschmacklose Scherze des StudiVZ-Begründers Ehssan Dariani sind nun mit einem Mal an die mediale Oberfläche geraten und sorgen für negative Schlagzeilen.

So kaufte StudiVZ etwa die Österreich-Domain von Konkurrent Unister http://www.unister.de "Wir haben sofort eine Unterlassungsklage eingereicht, weil die Gefahr bestand, dass sie unter unserem Namen in Österreich agieren", so Anja Kazda, Sprecherin von Unister, gegenüber pressetext. Wie Unterlagen, die pressetext vorliegen, belegen, hat StudiVZ Unister angeboten die Domain unister.at zu überlassen, wenn Unister sämtliche Anwaltskosten, die aus dem Rechtsstreit entstanden sind. Im Spiegel-Online-Interview sagt Michael Brehm, Mitbegründer von StudiVZ, dass man sich für das Domain-Grabbing entschuldigt und einen Löschungsantrag gestellt hätte. Eine direkte Entschuldigung habe Unister allerdings nie erhalten, so Kazda.

Auf Blogbar http://www.blogbar.de weist ein Eintrag vom 15. November 2006 auf eine Party-Einladung von StudiVZ hin, die als Grundlage das Original des Titelblatts vom 20. April 1945 des nationalsozialistischen Blattes "Völkischer Beobachter" hat. Die Titelzeile "Deutschland steht standhaft und treu zu seinem Führer" wurde von StudiVZ in "Europa steht standhaft und treu zu StudiVZ" verändert. Außerdem sollen laut Blogger Don Alphonso diverse rechte Gruppen auf StudiVZ eingetragen sein. Ehssan Dariani habe sich mittlerweile dafür entschuldigt, heißt es im Spiegel Online.

Ob der Verkauf von StudiVZ an sein US-amerikanisches Vorbild Facebook, der in diversen Weblogs kolportiert wurde, noch umsetzbar ist, wird sich in den nächsten Wochen herausstellen. Über Spekulationen möchte sich Tilo Bonow, Sprecher von StudiVZ, nicht äußern. "Wie zu vielen anderen Internetunternehmen auch, pflegen wir zu dem Gründerteam von Facebook freundschaftliche Kontakte", so Bonow auf Anfrage von pressetext. Hinter den Kulissen des Portals stehen unter anderem die Samwer-Brüder, die bekannt geworden sind ein Unternehmen aus dem Boden zu stampfen, um es dann möglichst bald um viel Geld an einen großen Konzern zu verkaufen. So geschehen mit Elando, dass kurz nach Gründung an Ebay verkauft wurde.

(Ende)
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